Hat eine Seite einen Beschnittrand, der nicht gedruckt werden soll, oder möchte man weiße Ränder beim Drucken entfernen, ist es sinnvoll, die Pdf-Datei zu beschneiden.
Mit dem Tool Pdf24 Creator ist das seit der Version 8.4.0 möglich. Leider nicht interaktiv mit der Anzeige in einer Vorschau. Aber immerhin per Eingabe der Zahlen in Millimeter.
Ein Icon oder eine Funktion "Beschneiden" sucht man vergeblich. Statt dessen wählt man Datei > Speichern und dann "Benutzerdefiniert". Hier kann man unter dem Unterpunkt "Beschnitt" die Maße der CropBox eingeben und damit speichern.
Das kostenlose Programm ist vermutlich die beste Freeware zur Pdf-Darstellung und Bearbeitung. Seit der Version 8.8.0 beherrscht es sogar OCR.
Wen die Anzeige des Schafs stört, kann das Bild durch ein anderes, auch ein leeres ersetzen. Das Programm lässt sich nämlich leicht customizen.
Donnerstag, Oktober 17, 2019
Mittwoch, September 18, 2019
Domain Mapping mit Squarespace und Strato
Hat man eine Domain bei Strato, z.B. weil dort bisher eine Webseite
gehostet wurde, und möchte nun auf Squarespace umsteigen, stellt sich
die Frage, wie man mit der Domain umgeht.
Ziel ist die korrekte Zuweisung der Strato-Domain auf Squarespace, damit die URL nicht umspringt und alle Funktionalitäten verfügbar sind, die Emails aber weiter bei Strato gehostet werden können. Squarespace bietet keinen Email-Service! Außerdem ist zu befürchten, dass bei einer Übertragung es zu zeitweiligen Ausfällen kommen könnte. Dies soll hier geprüft werden. Sollte es nicht funktionieren, ist die Übertragung aber die Alternative (20$ pro Jahr pro Domain, kein Email-Service, Rückübernahme ungeklärt).
Vorbemerkung: Dieser Text folgt der Anleitung unter https://support.squarespace.com/hc/de/articles/360026355032 (Der Domainname steht in der Anleitung ohne den notwendigen Punkt dahinter.)
Erfolg: Das geschieht augenblicklich. Funktionen von Squarespace inklusiv SSL funktionieren.
Eine der beiden Domains ist jetzt als „primary“ definiert. Das bedeutet, die zweite springt auf die erste (redirect). Diese Reihenfolge kann mit „make primary“ gewechselt werden. Um genau zu sein, B mappt auf A, d.h. Unterverzeichnisse bleiben erhalten. Z.B. http://domainA/news wird https://domainB/news Alte URLs können weiter funktionieren, wenn auf Squarespace unter config/settings/advanced/url-mappings Weiterleitungen zu existierenden Seiten angelegt werden. So wird die alte URL http://domainA/issue_03.html zu https://domainB/articles
Andere Erfahrungen, Zusätze? Bitte mir schreiben.
- Das Schnellste ist ein redirect von Strato. Das ist sofort wirksam, die Domain springt aber auf die Squarespace-Domain im Browser um. Nicht schön, aber für den Augenblick machbar und unter eigener Kontrolle. Allerdings können einige Elemente bei Squarespace nicht mehr funktionieren (Kommentare etc.).
- Das Einfachste ist die Übernahme durch Squarespace. Diese empfehlen dies auch zurecht, denn auf diese Weise funktioniert alles reibungslos. Es kann aber zu zeitweisen Ausfällen kommen, was bei einem Live-System nicht gewünscht ist. Außerdem fallen weitere Gebühren an und Squarespace bietet keinen Email-Service an.
- Eine dritte Möglichkeit ist, die Domain auf Strato zu behalten, aber per DNS-Einträge auf Squarespace zu verweisen. Dies soll hier beschrieben werden.
Ziel ist die korrekte Zuweisung der Strato-Domain auf Squarespace, damit die URL nicht umspringt und alle Funktionalitäten verfügbar sind, die Emails aber weiter bei Strato gehostet werden können. Squarespace bietet keinen Email-Service! Außerdem ist zu befürchten, dass bei einer Übertragung es zu zeitweiligen Ausfällen kommen könnte. Dies soll hier geprüft werden. Sollte es nicht funktionieren, ist die Übertragung aber die Alternative (20$ pro Jahr pro Domain, kein Email-Service, Rückübernahme ungeklärt).
Vorbemerkung: Dieser Text folgt der Anleitung unter https://support.squarespace.com/hc/de/articles/360026355032 (Der Domainname steht in der Anleitung ohne den notwendigen Punkt dahinter.)
Vorgehen
-
In Strato eine Subdomain anlegen (quasi zur Authentifizierung) mit dem Code von Squarespace als Name.
- Dieser in der DNS-Veraltung von Strato den CNAME-Wert verify.squarespace.com. zuweisen. Aufpassen, dass man wirklich in der Subdomain mit abschließendem Punkt eingibt.
- Zweite Subdomain www anlegen.
- Diesem den zweiten CNAME-Wert ext-cust.squarespace.com. zuweisen. Auch hier den abschließenden Punkt nicht vergessen. Klickt man bei Squarespace auf "Aktualisieren", sollten die Einträge grün werden.
- Dies lässt sich im Augenblick nicht per Umleitung ändern: „Dieser Menüpunkt ist inaktiv, da der Subdomain ein eigener NS-Record, ein eigener A-Record oder ein DynDNS-Account zugewiesen wurde. Sie können diese Einstellungen im Menü DNS Einstellungen der Subdomain ändern.“Also: Wir bekommen einen Ausfall für etwa 24h! (manchmal auch sofort) Email-Dienste sind davon aber nicht betroffen. Für die Hauptdomain bleibt die Umleitung erhalten, bis wir in 24h die IP wechseln.
- Ein Refresh in Squarespace zeigt dann den Erfolg in grün.
- IP-Adresse im A-Eintrag der Hauptdomain ändern.
Erfolg: Das geschieht augenblicklich. Funktionen von Squarespace inklusiv SSL funktionieren.
Eine der beiden Domains ist jetzt als „primary“ definiert. Das bedeutet, die zweite springt auf die erste (redirect). Diese Reihenfolge kann mit „make primary“ gewechselt werden. Um genau zu sein, B mappt auf A, d.h. Unterverzeichnisse bleiben erhalten. Z.B. http://domainA/news wird https://domainB/news Alte URLs können weiter funktionieren, wenn auf Squarespace unter config/settings/advanced/url-mappings Weiterleitungen zu existierenden Seiten angelegt werden. So wird die alte URL http://domainA/issue_03.html zu https://domainB/articles
Ergebnis
Die Domain kann bei Strato bleiben und auf Squarespace verweisen. Das Ergebnis entspricht einer Übernahme, die Funktionalitäten sind erhalten. Die DNS-Einträge können 24 Stunden dauern, die abschließende IP-Umleitung findet dann sofort statt.Andere Erfahrungen, Zusätze? Bitte mir schreiben.
Mittwoch, Oktober 10, 2018
Verzeichnis mit Passwort schützen bei Strato etc. (.htaccess)
Will man ein Verzeichnis auf dem Server mit Username und Passwort schützen, erstellt man per FTP im Unterverzeichnis zwei Dateien.
.htpasswd beinhaltet den Username in Klartext und das verschlüsselte Passwort getrennt durch einem Doppelpunkt.
Wie erzeugt man das verschlüsselte Passwort? Ganz einfach mit einem Online Generator wie diesem.
Mein Dank geht an Andreas Gehrke für den Generator und Jörg Kruse für die Idee mit PHP.
- .htaccess und
- .htpasswd
AuthUserFile /kunden/homepages/6/verzeichnis/htdocs/unterverzeichnis/.htpasswdDie Frage ist hier, wie der absoluten Pfad herauszufinden ist, denn dies ist häufig der Grund für einen Server Error. Ganz einfach, man fragt ihn per PHP ab. Dazu legt man eine Datei, z.B. root.php, an mit dem Inhalt:
AuthGroupFile /dev/null
AuthName Intern
AuthType Basic
require valid-user
<?phpRuft man diese Datei über den Browser auf, kann man diesen Pfad in die erste Zeile von .htaccess kopieren.
echo $_SERVER['DOCUMENT_ROOT'];
?>
.htpasswd beinhaltet den Username in Klartext und das verschlüsselte Passwort getrennt durch einem Doppelpunkt.
Wie erzeugt man das verschlüsselte Passwort? Ganz einfach mit einem Online Generator wie diesem.
Mein Dank geht an Andreas Gehrke für den Generator und Jörg Kruse für die Idee mit PHP.
Dienstag, August 21, 2018
Kirby statt Wordpress
Wordpress ist großartig in seiner ganzen Funktionalität. Es ist stets erste Wahl für ein Content Management System, alleine weil die Community so groß ist und die Plugins so zahlreich.
Ich muss aber sagen, das System ist zum Teil langsam, vermutlich auch weil so viele Bibliotheken nachgeladen werden. Und zudem ist die Anpassung recht kompliziert.
Wer sich ein wenig mit FTP und Markdown auskennt und mehr Kontrolle über ein übersichtlicheres System haben möchte, sollte sich unbedingt Kirby ansehen.
Was mich zudem überzeugt: Es benötigt keine Datenbank wie MySQL, sondern bedient sich ausschließlich des Dateisystems. Auf diese Weise können leicht mehrere dieser Systeme installiert werden, ohne dass die Datenbank in Gefahr kommt. Und genauso leicht können temporäre Systeme wieder entfernt oder verschoben werden.
Kirby verwendet ebenso ein Backend-Panel, mit dem Seiten anzulegen und Dateien hochzuladen sind.
Links zu Unterseiten und Bilder können einfach per Drag-and-Drop im Panel in den Text eingefügt werden.
Bilder können einfach dimensioniert werden, wie das Handbuch verrät, nämlich mit:
Wer mit Markdown etwas Problem hat, installiert einfach den Visual Markdown Editor. Die Dateien von Github werden einfach in /site/fields/markdown kopiert und in /site/blueprints als type: markdown definiert. Details auf der Webseite.
Kirby kann frei ausprobiert werden. Bei dauerhafter Nutzung ist eine Lizenz von €15 erforderlich.
Ich muss aber sagen, das System ist zum Teil langsam, vermutlich auch weil so viele Bibliotheken nachgeladen werden. Und zudem ist die Anpassung recht kompliziert.
Wer sich ein wenig mit FTP und Markdown auskennt und mehr Kontrolle über ein übersichtlicheres System haben möchte, sollte sich unbedingt Kirby ansehen.
Was mich zudem überzeugt: Es benötigt keine Datenbank wie MySQL, sondern bedient sich ausschließlich des Dateisystems. Auf diese Weise können leicht mehrere dieser Systeme installiert werden, ohne dass die Datenbank in Gefahr kommt. Und genauso leicht können temporäre Systeme wieder entfernt oder verschoben werden.
![]() |
| Kirby Panel |
Links zu Unterseiten und Bilder können einfach per Drag-and-Drop im Panel in den Text eingefügt werden.
Bilder können einfach dimensioniert werden, wie das Handbuch verrät, nämlich mit:
(image: myawesomepicture.jpg width: 500 height: 300)Jedoch funktioniert das zunächst nicht, denn im CSS steht in img {
width: 100%;Das macht auch einen Sinn, nämlich dass die Bilder auf einem mobilen Gerät an die Breite angepasst werden. Auf einem Desktoprechner macht das aber nicht unbedingt Sinn. Also wird das entfernt und die obige Anweisung funktioniert. Nachteil: Auf den Mobilgeräten sind die Bilder unter Umständen breiter als die Seite.
Wer mit Markdown etwas Problem hat, installiert einfach den Visual Markdown Editor. Die Dateien von Github werden einfach in /site/fields/markdown kopiert und in /site/blueprints als type: markdown definiert. Details auf der Webseite.
Kirby kann frei ausprobiert werden. Bei dauerhafter Nutzung ist eine Lizenz von €15 erforderlich.
Montag, April 23, 2018
Auf bestimmte Seite in Pdf-Datei verweisen
Möchte man in einer Webseite auf eine bestimmter Stelle im Text verweisen, kann man das einfach mit einem Anker-Tag und einem Hash-Zeichen als Sprungziel machen, z.B.
.../seite.html#ankerDas gleiche - und noch viel mehr - kann man auch mit einer Pdf-Datei tun. Um auf einen bestimmte Seite zu springen, verlinkt man auf:
https://www.beispielcom/datei.pdf#page=5Außerdem kann man auf einen bestimmten Kommentar verlinken, den Zoom einstellen, die Anzeige einstellen, Thumbnails, Lesezeichen oder die Scrollbar ein- oder ausblenden, Suchbegriffe markieren und vieles mehr. Mehr Informationen dazu in dem Dokument von Adobe, dessen URL hier einen direkten Verweis auf Seite 5 hat und die Thumbnails anschaltet:
https://www.adobe.com/content/dam/acom/en/devnet/acrobat/pdfs/PDFOpenParameters.pdf#page=5&pagemode=thumbsHier sind auch URL-Beispiele zufinden:
https://www.adobe.com/content/dam/acom/en/devnet/acrobat/pdfs/PDFOpenParameters.pdf#page=8&pagemode=none&search=examples
Donnerstag, Oktober 26, 2017
Hohen Upstream durch iCloud Backup verringern
Es ist merkwürdig, manchmal schickt man über das heimische Netzwerk nur eine kurze Email und muss verfolgen, wie der Fortschrittsbalken die Übertragung anzeigt. Irgendetwas stimmt hier nicht.
Schaut man sich die Übertragung des Routers an, z.B. in der Fritzbox mithilfe des Online Monitors, wird deutlich, dass irgendeine Anwendung einen hohen Upstream erzeugt. Alle Prozesse in Windows abschalten bringt keine Veränderungen, dann muss es ein anderes Gerät im Netzwerk sein: Der Blick wandert zum iPhone, das in der Ecke gerade geladen wird. Was lädt es hoch? Und wohin?
Die Lösung ist ganz einfach. Geht man auf Flugmodus, ist der Upstream weg. Was also lädt iOS hoch?
Es ist der iCloud Backup. Ladend, im WLAN und gesperrt bringt es das Backup in die Cloud. Das ist gut, denn geht die Hardware kaputt, kann man so auf einem neuen die Konfiguration schnell wieder herstellen.
Doch wie groß ist so ein Backup? Und warum dauert das so lange und blockiert damit den wichtigeren Traffic? Was beinhaltet das Backup eigentlich?
Nun, das kann man leicht herausfinden. Unter Einstellungen > Speicher & Backup > Speicher verwalten > Backups erhält man eine Übersicht, wie viele Daten die einzelnen Apps in das Backup einbringen. Das kann ganz schön viel sein, wenn man beispielsweise die Offline-Karten von MapsMe oder Download-Apps mit Videos einbezieht. Das muss nicht sein und an dieser Stelle kann man diese Daten einfach abwählen.
In meinem Beispiel war das Backup 6,34GB groß. Das kann natürlich dauern... Mit dem Abschalten verschiedener Apps konnte ich es deutlich verkleinern, so dass der Router nur noch minimal belastet wird und noch die wichtigsten Daten zur Wiederherstellung vorhanden sind.
Schaut man sich die Übertragung des Routers an, z.B. in der Fritzbox mithilfe des Online Monitors, wird deutlich, dass irgendeine Anwendung einen hohen Upstream erzeugt. Alle Prozesse in Windows abschalten bringt keine Veränderungen, dann muss es ein anderes Gerät im Netzwerk sein: Der Blick wandert zum iPhone, das in der Ecke gerade geladen wird. Was lädt es hoch? Und wohin?
Die Lösung ist ganz einfach. Geht man auf Flugmodus, ist der Upstream weg. Was also lädt iOS hoch?
Es ist der iCloud Backup. Ladend, im WLAN und gesperrt bringt es das Backup in die Cloud. Das ist gut, denn geht die Hardware kaputt, kann man so auf einem neuen die Konfiguration schnell wieder herstellen.
Doch wie groß ist so ein Backup? Und warum dauert das so lange und blockiert damit den wichtigeren Traffic? Was beinhaltet das Backup eigentlich?
Nun, das kann man leicht herausfinden. Unter Einstellungen > Speicher & Backup > Speicher verwalten > Backups erhält man eine Übersicht, wie viele Daten die einzelnen Apps in das Backup einbringen. Das kann ganz schön viel sein, wenn man beispielsweise die Offline-Karten von MapsMe oder Download-Apps mit Videos einbezieht. Das muss nicht sein und an dieser Stelle kann man diese Daten einfach abwählen.
In meinem Beispiel war das Backup 6,34GB groß. Das kann natürlich dauern... Mit dem Abschalten verschiedener Apps konnte ich es deutlich verkleinern, so dass der Router nur noch minimal belastet wird und noch die wichtigsten Daten zur Wiederherstellung vorhanden sind.
Freitag, November 11, 2016
In iOS "als PDF speichern" ohne zusätzliche Apps
Ob Webseiten oder Emails, manchmal möchte man ein Dokument als PDF speichern. Systemweit geht das ganz einfach über den Druckdialog. Seit iOS 10 kann in die Druckvorschau mit einer Pinchgeste hineingezoomt werden. Dort lässt sich das PDF-Dokument beispielsweise in die Dropbox speichern oder per Email versenden.
Dienstag, Mai 31, 2016
Import Web "Gallery of Art" into RStudio
The Web Gallery of Art is Open Data - downloadable as CSV and importable into RStudio. Depending on your system, however, you might find strange characters instead of Umlaute and accents: <f6> instead of ö.
That is a sign of ISO-8859 encoding and probably due to the fact that the developers of the site are from Budapest, Hungary.
The simple solution for that is to read it as it is, as ISO-8859 (and not UTF-8). Some suggest to change 'Default text encoding' in the Preferences , but it is much easier:
Does that work for you?
That is a sign of ISO-8859 encoding and probably due to the fact that the developers of the site are from Budapest, Hungary.
![]() |
| Oh, what is this? |
- Do not use the "Import Dataset" assistant. The encoding option has no effect in some versions.
- Use the command line and enter WGAcatalog <- read.csv2("WGAcatalog.csv", sep=";", encoding="iso_8859-1")
![]() |
| Great! |
Montag, Mai 30, 2016
Wo ist in Word 2010 der Scrollbalken hin?
Ist die horizontale oder vertikale Scrollleiste in Word 2010 bei vergrößertem Dokument verschwunden, ist der entsprechende Haken unter der Rubrik „Anzeigen“ zu setzten, die man unter Datei > Optionen > Erweitert findet.
Sonntag, Januar 03, 2016
Tipps zu yEd: CPU- und Speichernutzung
Das Visualisierungstool für Netzwerke yEd ist bei einer größeren Anzahl an Nodes recht langsam. Schau man sich die CPU-Nutzung an, wird deutlich, dass nur ein Kern verwendet wird. Eine Mehrkernnutzung ist aber in der 64bit-Version möglich, was die Berechung sehr beschleunigt. Diese Version findet sich ebenfalls im Download-Bereich.
Ist die Anzhal der Nodes recht hoch, kann es zu einem Speicher-Fehler kommen. Dieser lässt sich umgehen, indemn man Java mehr Speicher zuweist. Dies ist hier ausführlich beschrieben. Im Prinzip wird der Java-Parameter -J-Xmx768m hinzugefügt, um 768MB Speicher zuzuweisen.
Sonntag, August 30, 2015
Immersives User Interface mittels 3D-Grafik, Head-Tracking und Touch-Input
Die die Entwicklung neuer Bildmedien wird zu Recht viel investiert. Nach
Touchscreens werden nach neuen Benutzerschnittstellen gesucht, die die
Interaktion mit dem Rechner noch intuitiver erscheinen lassen. Ein User-Interface,
das ein quasi-holographisches Bild erzeugt, ist hierbei besonders
interessant. Eine neue Publikation zeigt, wie dies mit Head-Tracking und
Touch-Input funktionieren kann.
Dieses Buch
beschreibt die Ziele und die Entwicklung einer grafischen
Benutzerschnittstelle, die einen 3D-Raum erzeugt, der durch räumliche Bewegung
des Betrachters exploriert und mit Berührungsinput manipuliert werden kann.
Dabei kommt Head-Tracking mithilfe von Microsoft Kinect und Touch-Input
mithilfe von Microsoft PixelSense zum Einsatz.
Computergrafik
ist zwar meist zentralperspektivisch aufgebaut, jedoch nicht wirklich
dreidimensional. Durch die im Rahmen dieser Arbeit entwickelten
Benutzerschnittstelle lässt sich ein besserer räumlicher Eindruck erzeugen, der
insbesondere zu Präsentationszwecken von Objekten eingesetzt werden kann –
jedoch ohne Brillen, die als störend empfunden werden, und ohne Displayfolien,
die die Auflösung heruntersetzen.
Zum Einsatz
kommt hier ein in einen Tisch integrierter Großbild-Touch-Screen, der optisch
auf Infrarotbasis funktioniert. Das HD-Display erlaubt auf 40 Zoll
großformatige Darstellungen und die Anzeige von 3D-Objekten, die sich mithilfe
des .Net-Frameworks und dem Surface 2.0 SDK markieren, bewegen und rotieren
lassen.
Der
Kinect-Sensor interpretiert Differenzen von strukturiertem IR-Licht als
Tiefeninformationen und kann auf diese Weise den Benutzer und seine Bewegung
erkennen. Dessen Kopfposition kann in drei Achsen verfolgt und daraus dynamisch
eine perspektivische 3D-Grafik mit gekippter Projektionsebene generiert werden,
die – unterstützt durch die dadurch erzeugte Bewegungsparallaxe – von jeder
Position im Raum einen überzeugenden räumlichen Eindruck erzeugt. So lassen
sich die dargestellten Objekte leicht aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten
und mithilfe von Touch-Eingabe berühren und manipulieren. Diese Verbindung von
Bild- und Realraum verstärkt den Eindruck von Immersion, also das „Eintauchen“
in den virtuellen Bildraum, durch Haptik.
Die
Prinzipien dieser Grundlagenforschung können im Rahmen von Human-Machine Interfaces
(HMI) in der Präsentation, im Design, in der Logistikplanung, bei
Fahrerassistenzsystemen oder Konsumentenelektronik zum Einsatz kommen. Der
Vorteil liegt in der Erzeugung eines räumlichen Eindrucks und die
Manipulierbarkeit von Objekten ohne die Notwendigkeit von weiterer
Peripherie.
Ligaturen in Word mit Linux Libertine
Die freie Schriftart Linux Libertine enthält umfangreiche Ligaturen, die auch in Word ab der Versionen 2010 unterstützt werden. Diese lassen sich unter "Schriftart" und dem Reiter "Erweitert" auswählen.
Sollte hier die Ligatur in der Vorschau korrekt erscheinen, aber nicht im tatsächlichen Text, ist die falsche Schriftart installiert: Es handelt sich um OpenType-basierte Ligaturen, daher muss auch die OTF-Version verfügbar sein. Der Fehler entsteht, wenn stattdessen die TrueType-Datei auf dem System vorhanden ist. Um dies zu ändern, lädt man sich in der jüngsten Version die Datei LinLibertineOTF_xxx.tgz herunter und installiert diese. Sie erscheint anschließend als "Linux Libertine O" in der Auswahlliste.
Sollte hier die Ligatur in der Vorschau korrekt erscheinen, aber nicht im tatsächlichen Text, ist die falsche Schriftart installiert: Es handelt sich um OpenType-basierte Ligaturen, daher muss auch die OTF-Version verfügbar sein. Der Fehler entsteht, wenn stattdessen die TrueType-Datei auf dem System vorhanden ist. Um dies zu ändern, lädt man sich in der jüngsten Version die Datei LinLibertineOTF_xxx.tgz herunter und installiert diese. Sie erscheint anschließend als "Linux Libertine O" in der Auswahlliste.
Montag, März 31, 2014
Android-Apps entwickeln mit Eclipse
Um die App auf einem realen Gerät zu testen, ist der entsprechende USB-Treiber einzubinden. Dieser liegt in
<sdk>\extras\google\usb_driver\. Verwendet man ein Gerät von Samsung wie beispielsweise das Gio, ist Kies zu installieren, das den entsprechenden Treiber enthält. Dieser erscheint dann im Android Device Chooser neben den vistuellen Geräten zur Auswahl. Freitag, Juli 26, 2013
Surface/PixelSense unter Windows 8
Die Plattform PixelSense - früher Surface - von Microsoft ist eine Multitouch-Umgebung für Großbildschirme, die interessante Anwendungen verspricht.
Zur Entwicklung von Anwendungen Microsoft bietet dazu ein SDK bereits in der zweiten Version an. Diese benötigt als Entwicklungsumgebung Visual Studio 2010 Express oder die Vollversion, das .NET Framework 4 sowie XNA Game Studio 4.0.
Auf diese Weise lassen sich in einer gewohnten Umgebung Applikationen erstellen und auf einem herkömmlichen Windows-Rechner testen - jedoch nicht unter Windows 8. Hier erscheint mit dem Input Simulator, der für die Touch-Eingabe zuständig ist, der Fehler "connection input driver times out".
Der Grund dafür: Mit Windows 8 wurde die Art und Weise begrenzt, wie auf eine Human Interface Device (HID) zugreift. Das bedeutet, die Surface 2.0-Anwendung wird mit dem Eingangs-Subsystem nicht funktionieren - jedenfalls ist man nicht in der Lage, Tags, Blob-Größe usw. zu lesen - nur Berührungspunkte, sprich Mausklicks, funktionieren jedoch weiterhin.
Surface 2.0 funktioniert nur mit Windows 7 korrekt!
Die Entwicklung einer Anwendung, die Tags verwendet, ist jedoch ohne Input Simulator kaum zu debuggen. Hier kann man nur auf ein Update hoffen...
Surface 2.0 funktioniert nur mit Windows 7 korrekt!
Die Entwicklung einer Anwendung, die Tags verwendet, ist jedoch ohne Input Simulator kaum zu debuggen. Hier kann man nur auf ein Update hoffen...
Sonntag, Juli 21, 2013
Hinweis zum Programm ElsterFormular
Die Eingabe der Daten funktioniert einfach in einer
geführten Tour durch die einzelnen Punkte (Interview). Es gibt aber weniger
Tipps, wo man Pauschalbeträge angeben kann etc. als in der kommerziellen Software
wie z. B. Steuersparerklärung des Verlags Akademische Arbeitsgemeinschaft
für 24,95 €.
Ziel der ganzen Sache ist, dass man seine Daten elektronisch
an das Finanzamt sendet. Das bedeutet, man kann zwar alles in den Formularen
auf dem Bildschirm sehen (Ausblenden der rechten Leiste vergrößert das Blatt),
man hat am Ende aber keine Option, auf Formulare zu drucken. Dafür werden diese
Daten über das Internet übermittelt (ob verschlüsselt wird leider nicht
angezeigt). Die Daten kann man mit einem Zertifikat, das man auf der Webseite
erhält, digital zertifizieren ("unterschreiben") – oder man druckt
sich eine „komprimiert“ Zusammenfassung aus, die man unterschreibt und
hinschickt. Außerdem kann man ein Anschreiben ausdrucken, das als Deckblatt für
die Belege dient, die man natürlich weiter physisch abgibt.
ElsterFormular kann man auch sehen, wie viel man erstattet
bekommen wird. Unter Extras findet sich die Steuerberechnung. Das erzeugt eine
Pdf-Datei auf deren zweiten Seite man oben im Kasten folgendes findet:
- Festgesetzt werden (das erartet das Finanzamt)
- Abzug vom Lohn (das hat es schon erhalten)
- verbleibende Beträge (das steht noch aus), "-" heißt Erstattung.
Freitag, Juli 12, 2013
Situative S/MIME-Verschlüsselung unter iOS und Thunderbird
Ein X.509-Zertifikat ist ein öffentlicher Schlüssel, der von einer
Certification Authority beglaubigt und unterschrieben ist. Ein
Zertifikat belegt, dass der Schlüssel wirklich zu derjenigen Person
gehört, die in der Benutzerkennung des Schlüssels angegeben ist. Es ist
deshalb vergleichbar mit einem elektronischen Ausweis. (Quelle) Hat man von seiner CA (z. B. dem Arbeitgeber) sein Zertifikat in Form einer .pem-Datei bekommen, lässt sich daraus mit Firefox ein persönliches Zertifikat (.p12-Datei) exportieren.
iOS
Auf diese Weise wird die Email automatisch unterschrieben. Ist mit dem Mailempfänger ein Schlüssel ausgetauscht, wird die Email auch automatisch verschlüsselt.
Dazu muss zunächst ggf. der Signatur des Senders getraut und anschließend sein Zertifikat installiert werden.
Im Einzelnen wird das hier beschrieben.
Im Einzelnen wird das hier beschrieben.
Thunderbird
In Thunderbird importiert man zunächst das Zertifikat in den Einstellungen/Erweitert/Zertifikate. Unter "Ihre Zertifikate" erscheint das eigene Zertifikat, unter "Personen" die anderer Mailkontakte.
Nun kann man in jeder Email, die man schreibt, unter dem Menüpunkt "S/MIME" wählen, ob sie unterschrieben und/oder verschlüsselt werden soll. Meist möchte man aber nicht jedes Mal diese Option erst auswählen müssen.
Um die Email jedes Mal zu unterschreiben, wählt man unter Konten-Einstellung unter dem jeweiligen Mailkonto S/MIME-Sicherheit. Hier kann man das Zertifikat wählen und das Häkchen bei "Nachrichten digital unterschreiben (als Standard)" setzten. Nun wird jede Mail von diesem Konto unterschrieben.
Hier könnte man auch wählen, die Email immer zu verschlüsseln. Während die Unterschrift bei keinem Empfänger zu Problemen führt, würde eine grundsätzliche Verschlüsselung bei Empfängern, mit denen man keinen Schlüssel ausgetauscht hat zu Problemen führen, weil sie die Email schlicht nicht lesen könnten. Die Lösung ist - wie in iOS - die Verschlüsselung nur zu verwenden, wenn dies möglich ist. Dazu ist das Add-On Encrypt if possible zu installieren, das die Verschlüsselung automatisch anschaltet, wenn ein X.509-Zertifikat vorhanden ist.
Montag, Januar 28, 2013
Face Recognition als Frage der Bildwissenschaft
Zur Deaktivierung der Gesichtserkennung auf Facebook in Europa schreibt Netzbild: "Bei der Gesichtserkennung handelt es sich nicht alleine eine juristische Frage, sondern um eine gesellschaftliche, um eine Frage nach dem Umgang mit dem Bild im digitalen Zeitalter. Dies muss in den Geisteswissenschaften diskutiert werden und gerade in dem Fach, das mit Bildern am meisten Erfahrung hat – der Kunstgeschichte."
Freitag, Juli 20, 2012
Larry&Steve vs. Gil
Bei der Erwähnung seines Vorgängers bei Apple, Gilbert Amelio, erzählte Steve Jobs gerne, dieser habe einst gesagt: "Apple is like a ship, but there's a hole in the ship. And my job is to get everyone to row in the same direction".
Ist dies ein Gerücht, das Jobs in Umlauf brachte, um Amelio lächerlich zu machen? Oder hat er nur gerne frei zusammenzufassen, was in Silicon Valley als Geschichte herumgeisterte:
cbsnews berichtet, wer der Silicon Valley CEO war. Das Zitat stamme von Larry Ellison, einem alten Freund und Nachbarn von Steve Jobs. Ein Schelm wer hier Böses denkt. Ellison bereitete einst eine feindliche Übernahme Apples vor, um Steve Jobs als Vorstandsvorsitzenden einzusetzen. Im Gegenzug wurde er von Jobs in den Vorstand berufen sobald er das Geschäft übernahm.
Bei Walter Isaacson, nicht gerade eine zuverlässige Quelle, sondern oft nur eine Wiedergabe der Aussagen von Steve Jobs, findet sich folgende Passage:
Die Journalistin Gina Smith schrieb zusammen mit Steve Wozniak dessen Biografie iWOZ.
Ist dies ein Gerücht, das Jobs in Umlauf brachte, um Amelio lächerlich zu machen? Oder hat er nur gerne frei zusammenzufassen, was in Silicon Valley als Geschichte herumgeisterte:
Amelio told us: "Apple is a boat. There's a hole in the boat, and it's taking on water. But there's also a treasure on board. And the problem is, everyone on board is rowing in different directions, so the boat is just standing still. My job is to get everyone rowing in the same direction so we can save the treasure." After he turned away, I looked at the person next to me and asked, "But what about the hole?"SteveJobsInc gibt als Quelle das Fortune Magazine an, jedoch ist dort keine Erwähnung im Text zu finden.
--A Silicon Valley CEO recalling Amelio's description of his task at Apple during a cocktail party in spring, 1996.
cbsnews berichtet, wer der Silicon Valley CEO war. Das Zitat stamme von Larry Ellison, einem alten Freund und Nachbarn von Steve Jobs. Ein Schelm wer hier Böses denkt. Ellison bereitete einst eine feindliche Übernahme Apples vor, um Steve Jobs als Vorstandsvorsitzenden einzusetzen. Im Gegenzug wurde er von Jobs in den Vorstand berufen sobald er das Geschäft übernahm.
Bei Walter Isaacson, nicht gerade eine zuverlässige Quelle, sondern oft nur eine Wiedergabe der Aussagen von Steve Jobs, findet sich folgende Passage:
That spring Larry Ellison saw Amelio at a party and introduced him to the technology journalist Gina Smith, who asked how Apple was doing. "You know, Gina, Apple is like a ship," Amelio answered. "That ship is loaded with treasure, but there's a hole in the ship. And my job is to get everyone to row in the same direction." Smith looked perplexed and asked, "Yeah, but what about the hole?" From then on Ellison and Jobs joked about the parable of the ship. "When Larry relayed this story to me, we were in this sushi place, and I literally fell off my chair laughing," Jobs recalled. "He was just such a buffoon, and he took himself so seriously. He insisted that everyone call him Dr. Amelio. That's always a warning sign."
Mittwoch, März 07, 2012
The Return of the Stylus – Plädoyer für die Stifteingabe auf dem Tablet
„I want a stylus!“Niemand will einen Stylus, proklamierte Steve Jobs zur Einführung des iPhones im Jahr 2007. Tatsächlich war der Touch-Screen eine elegante Lösung des Problems der zunehmenden Miniaturisierung und Funktionskonvergenz bei Handys.
Jobs wandte sich damit auch ostentativ gegen die Hersteller der damals weit verbreiteten PDAs mit Stifteingabe und positionierte Multitouch als überlegenes Prinzip.
The No-Stylus Paradigm
Mit dem erfolgreichen iPad, das über einen deutlich größeren Bildschirm verfügt und häufig als eBook-Reader verwendet wird, stellt sich die Frage neu, ob das Anti-Stylus-Paradigma weiter in seiner Universalität zu halten ist. Richtig ist, auf einem Handy macht ein Stylus wenig Sinn. Richtig ist aber auch, auf einem Tablet hat die Stifteingabe durchaus Anwendungsszenarien.
Die Handschrift ist für schnelle Notizen besser geeignet als die Softare-Tastatur. Mit dem kapazitiven Stift Bamboo Stylus von Wacom und der App Bamboo Paper wird deutlich, dass das iPad auch zum Ersatz von Papier werden kann – und das iPad zu einem produktiven Instrument.
Paperless Office
Das papierlose Büro ist seit Jahrzehnten die Vision der Industrie. Doch weiterhin ist der Drucker die wichtigste Peripherie zum Computer. eBooks und zunehmend elektronische Magazine werden zwar nicht nur am PC, sondern auch auf eBook-Readern gelesen. Das entscheidende Manko ist jedoch die fehlende Funktion, direkt in die Informationen hinein zu schreiben.
Mit der Tastatur können zwar Notizen hinzugefügt werden. Mithilfe eines Stiftes könnten aber viel schneller und intuitiver semantische Zusammenhänge hergestellt werden, wie z. B. Pfeile, Kreise, Unterstreichungen etc.
Mit GoodReader und ezPDF ist möglich, was man mit Stift und Papier gewohnt ist: Einfach in Pdf-Dateien hineinzuschreiben und diese Notizen in der Pdf-Datei zu speichern (und nicht in einem unüblichen Zusatzformat). Auf diese Weise können die elektronischen Dokumente bearbeitet und per Email gleich weitergeschickt werden. So kann ein papierloses Büro funktionieren!
Es ist Apple und anderen Herstellern geraten, diese Anwendung, die z. B. an Universitäten eine Killer-App ist, nicht aus den Augen zu lassen, das Tablet als produktives Gerät zu erkennen und das Anti-Stylus-Paradigma zu brechen.
Don't be afraid of the Newton, Tim!
Es ist anzumerken, dass iOS ein Derivat von OS X ist. Dieses Betriebssystem besitzt eine Schrifterkennung namens Inkwell, die vormals als „Rosetta“ Teil des Newton war und bisher erst im ModBook eine ernsthafte Anwendung fand. Eine Eingabe von Handschrift kann auf diese Weise auch in Druckschrift umgesetzt werden (die Prozessorleistung dürfte inzwischen ausreichend sein). Tim Cook – im Gegensatz zu Steve Jobs, der persönliche Gründe hatte – braucht keine Angst vor einem derartigen Revival des Newton zu haben.
Samsung hat das Potenzial von Stifteingabe bei mobilen Geräten bereits erkannt: Das Galaxy Note hat zwar nur eine schwache Implementierung der Idee – es wird nur ein Screenshot als Grafik editiert –, scheint aber ein solcher Erfolg zu sein, dass bereits Folgeversionen (auch mit 10 Zoll-Bildschirm) vorgestellt wurden.
Die Idee eines Tablets mit Stifteingabe ist uralt. Nicht nur, dass Wachstafeln aus der Antike und dem Mittelalter mit einem Griffel beschrieben wurden, auch Alan Kays Dynabook aus dem Jahr 1968 sah einen Stylus vor. Umso wichtiger, sich nun von Steve Jobs' Paradigma zu verabschieden.
P.S.: Das modulare PadFone von Asus wird nicht nur mit einem Stylus geliefert, dieser dient bei einem Anruf auch als Bluetooth-Headset.
Update: Der Mitte Juni 2012 vorgestellte iPad-Konkurrent von Microsoft hat nun das Stylus-Konzept integriert. Das Surface-Tablet hat zwei Sensoren: Einen für Touch und einen für digital Ink. Sobald der Stift die Oberfläche berührt, wird der Input des Handballen ignoriert ("Palm Block Technology"). Es handelt sich offenbar um einen aktiven Stift, der Aufladung benötigt. Im Gehäuse des Tablets ist daher seitlich eine magnetischer Ladefläche eingebaut, die den Stift zudem gleichzeitig hält während er nicht benötigt wird. Neben der in das Cover eingebauten Tastatur ist dies wohl das innovativste Element des Tablets von Microsoft.
Update: Mit dem Galaxy Note 10.1 hat Samsung nun nachgelegt und scheint Apple damit einen Schritt voraus zu sein. Bemerkenswert: Genauso wie einst der Apple Newton kann das Galaxy Note Handschrift und Skizzen in Text und Vektorgraphiken umwandeln.
Freitag, Januar 06, 2012
Erster Schritt in Ubiquitous Computing: Personal Assistant Watches
Kommende Woche wird die italienische Firma I'm auf der CES in Las Vegas eine Uhr vorstellen, die sie als die erste wirkliche Smartwatch bezeichnen (10. Januar 2012, 2:30 PM - 3:30 PM). Sie sieht nicht nur aus wie ein iPod nano am Armband, der bereits durchaus sinnvoll als Uhr zu benutzen war. Die I'm Watch auf Android-Basis geht jedoch noch weiter: Per Tethering des Handys erhält sie Internetzugang und kann über verschiedene Funktionen Inhalte aus der Cloud anzeigen. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang sicher neben Kurznachrichten vor allem Termine, die beispielsweise in einem Google-Kalender gespeichert sind, oder Statusmeldungen der Social Networks, die unterwegs einfach abgerufen werden können.
Es ist möglich, dass auch Apple seine lange nicht aktualisierte iPod-Linie um eine am Handgelenk tragbare Version erweitert - jedoch weiter zielt als I'm. Die New York Times berichtete, Apple arbeite an einem Gerät, das mit den bisherigen Mobilgeräten kommunizieren kann. Ohne das iPhone aus der Tasche zu nehmen, können auf diese Weise Informationen auf dem "Ziffernblatt" abgelesen werden. Mehr noch: Die Uhr dient nicht nur zur Anzeige, Siri ist die Schnittstelle, um Eingaben zu machen und mit dem System zu kommunizieren. Dies ist die Input-Lösung, denn auf dem winzigen Display macht Multitouch nur bedingt Sinn.
Nachdem der PC als Digital Hub aufgegeben und durch die Cloud ersetzt wurde, wäre dies der Einstieg in Wearable und Ubiquitous Computing. Die Einzelgeräte können untereinander und mit dem Internet kommunizieren, Informationen abrufen und darstellen – überall.
P.S. Wie wirtschaftlich risikoreich eine solche Uhr sein kann, zeigte sich an dem Microsoft-Projekt SPOT: Eine Armbanduhr, die Informationen aus dem MSN Direct Network anzeigt, einem seit Oktober 2009 angebotenen digitalen UKW-Netz für 59$ pro Jahr. Dieser Service wurde vor wenigen Tagen eingestellt. Die SPOT-Uhr war schon nach einem Jahr vom Markt verschwunden.
Ein ähnliches Gerät wie das von I'm gibt es von Sony für einen weitaus geringeren Preis (und weniger Funktionen) unter der Bezeichnung Live View.
Update: Die Macher von inPulse suchen nun Kapital zur Produktion der eInk-Uhr Pebble, die ebenfalls mit dem Smartphone synchronisiert Nachrichten anzeigen kann.
Update: Mit Android 4.1 Jelly Bean bringt Google die notwendige Funktionalität dafür mit. Google Now versucht vorauszuahnen, welche Informationen der User als Nächstes braucht. Diese Daten werden automatisch eingeblendet.
Update: Auch Touch Time sucht Crowdfunding für eine Uhr. Diese beinhaltet zwar einen Kalender, wird jedoch nicht online synchronisiert.Vorteil ist: Dadurch und durch das eInk-Display erhöht sich die Batterielaufzeit auf ein Jahr. Das ist noch das Manko aller anderen Ihren: Sie müssen immer wieder geladen werden wie ein Handy. Hier könnte in Zukunft das energieeffiziente Bluetooth 4.0 den Weg weisen.
Update: Auf der CES 2013 stellte die Firma ConnecteDevice ihre Version der Smartwatch vor. Der daran beteiligte deutschsprachige Peter Hauser verkauft die ebenfalls per Kickstarter finanzierte sogenannte cookoo watch konsequenterweise in einer Verpackung, die an eine Kuckucksuhr im Bahnwärterhäuschen-Design erinnert.
Update: Der früherer Apple-Mitarbeiter Bruze Tognazzini schrieb einen längeren Blogeintrag darüber, welche Funktionen er sich für eine Uhr von Apple vorstellen kann. Neben der passwortlosen Freischaltung des Rechners hält er einen Druck- und Temperatursensor für sinnvoll, der diese Daten nicht nur anzeigen könnte, sondern auch im Rahmen von Crowdsourcing Maps über Höhenmessung verbessert.
Update: Ein Patent von Apple weist auf ein Gerät hin, das am Arm getragen werden kann.
Es ist möglich, dass auch Apple seine lange nicht aktualisierte iPod-Linie um eine am Handgelenk tragbare Version erweitert - jedoch weiter zielt als I'm. Die New York Times berichtete, Apple arbeite an einem Gerät, das mit den bisherigen Mobilgeräten kommunizieren kann. Ohne das iPhone aus der Tasche zu nehmen, können auf diese Weise Informationen auf dem "Ziffernblatt" abgelesen werden. Mehr noch: Die Uhr dient nicht nur zur Anzeige, Siri ist die Schnittstelle, um Eingaben zu machen und mit dem System zu kommunizieren. Dies ist die Input-Lösung, denn auf dem winzigen Display macht Multitouch nur bedingt Sinn.
Nachdem der PC als Digital Hub aufgegeben und durch die Cloud ersetzt wurde, wäre dies der Einstieg in Wearable und Ubiquitous Computing. Die Einzelgeräte können untereinander und mit dem Internet kommunizieren, Informationen abrufen und darstellen – überall.
Dann ist möglich, was der Kommunikationsdesigner Martin Frey bereits im Jahr 2005 als durchdachten Prototypen vorgestellt hatte: Seine Just in Time Watch berechnete aus den Terminen, der Geschwindigkeit und der GPS-Position die Zeit bis zum Ort des Termins und gab einem so einen Überblick über die voraussichtliche Ankunftszeit und ob man sich beeilen sollte, um pünktlich zu sein.
P.S. Wie wirtschaftlich risikoreich eine solche Uhr sein kann, zeigte sich an dem Microsoft-Projekt SPOT: Eine Armbanduhr, die Informationen aus dem MSN Direct Network anzeigt, einem seit Oktober 2009 angebotenen digitalen UKW-Netz für 59$ pro Jahr. Dieser Service wurde vor wenigen Tagen eingestellt. Die SPOT-Uhr war schon nach einem Jahr vom Markt verschwunden.
Ein ähnliches Gerät wie das von I'm gibt es von Sony für einen weitaus geringeren Preis (und weniger Funktionen) unter der Bezeichnung Live View.
Update: Die Macher von inPulse suchen nun Kapital zur Produktion der eInk-Uhr Pebble, die ebenfalls mit dem Smartphone synchronisiert Nachrichten anzeigen kann.
Update: Mit Android 4.1 Jelly Bean bringt Google die notwendige Funktionalität dafür mit. Google Now versucht vorauszuahnen, welche Informationen der User als Nächstes braucht. Diese Daten werden automatisch eingeblendet.
Update: Auch Touch Time sucht Crowdfunding für eine Uhr. Diese beinhaltet zwar einen Kalender, wird jedoch nicht online synchronisiert.Vorteil ist: Dadurch und durch das eInk-Display erhöht sich die Batterielaufzeit auf ein Jahr. Das ist noch das Manko aller anderen Ihren: Sie müssen immer wieder geladen werden wie ein Handy. Hier könnte in Zukunft das energieeffiziente Bluetooth 4.0 den Weg weisen.
Update: Auf der CES 2013 stellte die Firma ConnecteDevice ihre Version der Smartwatch vor. Der daran beteiligte deutschsprachige Peter Hauser verkauft die ebenfalls per Kickstarter finanzierte sogenannte cookoo watch konsequenterweise in einer Verpackung, die an eine Kuckucksuhr im Bahnwärterhäuschen-Design erinnert.
Update: Der früherer Apple-Mitarbeiter Bruze Tognazzini schrieb einen längeren Blogeintrag darüber, welche Funktionen er sich für eine Uhr von Apple vorstellen kann. Neben der passwortlosen Freischaltung des Rechners hält er einen Druck- und Temperatursensor für sinnvoll, der diese Daten nicht nur anzeigen könnte, sondern auch im Rahmen von Crowdsourcing Maps über Höhenmessung verbessert.
Update: Ein Patent von Apple weist auf ein Gerät hin, das am Arm getragen werden kann.
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