Montag, Mai 16, 2011
Dürer-Blog: Albrecht Dürers Bildverfahren
Bei Albrecht Dürers Bildverfahren der Vermessung der Laute von 1525 handelt es sich im Prinzip um dasselbe Verfahren wie beim heutigen Computer-Generated Imagery (CGI) eingesetzten Raytracing: Ein auf der Aussendung von Strahlen basierender Algorithmus zur Verdeckungsberechnung. Dies wird nirgends deutlicher als bei Dürer. Die heutige Computergraphik, wie sie beispielsweise in jedem Egoshooter zu finden ist, basiert auf den Entwicklung der Zentralperspektive der Renaissance (schreibt Blinkenblog). Dies ist der Grund, warum sich jeder Kunsthistoriker für Medientechnik interessieren sollte.
Dienstag, April 26, 2011
Firefox 64 bit auf deutsch
Als einzige Anpassung ist die Eindeutschung notwendig. Dazu lädt man sich einfach das Language Pack.xpi vom Mozilla-Server herunter. Dabei handelt es sich um ein Plug-in, das die Sprache auf Deutsch umschaltet. Es findet sich im jeweiligen Nighly unter der Bezeichnung firefox-6.0a1.de.langpack.xpi oder ganz einfach hier.
Update: Allgemein ist das Nightly als win64 unter /pub/mozilla.org/firefox/nightly/latest-mozilla-central-l10n/ zu finden und das Language-Pack unter .../xpi
Tipp: Startet Nightly nicht mehr richtig und bricht mit einem XML-Fehler ab, dann liegt das meist an einem nicht kompatiblen Add-On. Dies kann man abschalten, indem man im abgesicherten Modus (safe mode) startet. Dazu einfach die Shift-Taste beim Start gedrückt halten.
Dienstag, April 12, 2011
Warum sich jeder Kunsthistoriker für Medientechnik interessieren sollte
Einer Arbeitsgruppe des Informatics Laboratory von Grenoble hat eine Applikation für das iPhone und das iPad vorgestellt, die auf dem Display einen dreidimensionalen Eindruck erzeugt. Jeremie Francone und Laurence Nigay vom Engineering Human-Computer Interaction (EHCI) nutzen Gesichtserkennung und –verfolgung, um das Bild in Abhängigkeit von der Betrachterposition darzustellen. Durch das Hin- und Herbewegen des Gerätes erscheinen auf diese Weise die Objekte auf dem Bildschirm räumlich (Bewegungsparallaxe).
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| Illustration zu Albertis Bildtheorie aus Brook Taylor: New principles of linear perspective, 1719 |
Update: Apple benutzt den Effekt mithilfe des Lagesensors für das Hintergrundbild seit iOS7.
Dienstag, Juni 29, 2010
Neues in Thunderbird 3.1
Startete man Thunderbird bevor eine Netzwerkverbindung aufgebaut war, meldete das Programm bisher einen Fehler per Pop-Up, den man per OK bestätigen musste. Bei wiederholten Versuchen und mehreren Accounts konnte dies recht lästig sein, blieb die Meldung doch auch am Bildschirm, wenn die Verbindung schließlich hergestellt war.
Dies hat sich nun mit der neuen Version geändert. Jetzt erscheint unten rechts ein Hinweis, der gleich wieder verschwindet, ohne bestätigt werden zu müssen. Dies ist eine Verbesserung, für die jeder dankbar ist, der eine Internetverbindung verwendet, die nur langsam aufgebaut wird.

Eine Kleinigkeit hat sich jedoch mit Nachteil verändert: <Strg+F> lässt nun in die Mailbox-Suche springen, statt wie bisher zur Suche innerhalb der aktuellen Mail. Letzteres übernimmt nun <Strg+G> oder zweimaliges Drücken von <Strg+F>, was gewöhnungsbedürftig ist.
Dienstag, März 09, 2010
Apple-Design/Braun-Design: Produktentwicklung als Liberal Art
„Some people think design means how it looks. But of course, if you dig deeper, it's really how it works.“
Mehr noch als in jedem anderen Unternehmen ist dazu die Verbindung von Technologie und den Künsten sehr eng. Immer wieder betont Steve Jobs:
„We've always tried to be at the intersection of technology and liberal arts.“
Entwickler und Designer verstehen sich daher beide als eine Art Künstler, die Produkte entwerfen. In dem Artikel Apple-Design: Die Kunst der Produktgestaltung zwischen Userzentrierung und Ästhetik wird deutlich, dass auch dieser Gedanke seine Vorläufer in Deutschland hat: Im Bauhaus.
Mehr dazu unter Harald Klinke, Apple-Design: Die Kunst der Produktgestaltung zwischen Userzentrierung und Ästhetik, in:kunsttexte.de, Nr. 1, 2010 (7 Seiten), www.kunsttexte.de
Besprochen wurde dieser Artikel auf Mac-Essentials und im m-magazin.
Dienstag, August 12, 2008
Screenshot iPhone und iPod Touch
Um ein Bildschirmfoto des iPhones zu machen, benötigt es keine Zusatzsoftware. Man drückt einfach den Power-Knopf und den Home-Button, dann leuchtet das Display kurz auf und man findet das Bild als PNG-Datei im Verzeichnis "Gesicherte Fotos" im Foto-App. Verbindet man das Gerät mit dem Rechner, erscheint dieses Verzeichnis unter dem Arbeitsplatz bzw. im Finder und man kann die Bilder dort weiterverarbeiten.
Montag, Juli 28, 2008
iPhone/iPod Touch 2.0.1 PWNED! & Install Aircrack
Um auf einem iPhone oder iPod Touch mit der Softwareversion 2.0 einen Jailbreak durchzuführen ist nun auch für Windows ein Programm verfügbar. Winpwn nutzt die vom dev-Team entwickelte Möglichkeit, um die ipsw-Datei der Version 347 (2.0) bzw. B108 (2.0.1) zu patchen und als Firmware per iTunes aufzuspielen.
- Dazu ist es sinnvoll zunächst einen letzten Sync durchzuführen, um am Ende das Backup seiner Daten wieder herzustellen (iTunes Update auf letzte Version).
- Dann läd man sich Winpwn in der letzten Version herunter und installiert den Jailbreak (die ipsw-Datei entweder heruntergeladen oder in Vista aus C:\Users\ Benutzer\ AppData\ Roaming\ Apple Computer\ iTunes\ iPod Software Updates): "ipsw-builder" klicken, Cydia auswählen (optional Installer), "Build .ipsw" klicken. iPwner erstellet die Custom-Firmware (iTunes wurde gepwned.) Winpwn schließen.
- Danach startet man das Gerät im Dfu-Modus (an PC anschließen, anschalten, Power und Home, 10Sekunden warten, Power loslassen, Home weiter halten, bis PC das Gerät an USB erkennt) und startet iTunes, klickt "Wiederherstellen" mit gedrückter Shift-Taste und wählt die erstellte ipsw-Datei aus (Custom-Firmare).
- Anschließend stellt man das Backup (1) wieder her.
- Über Cydia installiert man SSH, um auf das Dateisystem des Geräts zugreifen zu können.
- Mit einem SSH-fähigen Ftp-Programm konnektiert man sich vom PC aus mit dem Gerät. Dessen IP erhält man aus den Angaben der Netzwerkeinstellungen. Für den Benutzer root lautet das Paßwort alpine.

Quelle:
Winpwn Anleitung (eng.)
Downoad Winpwn
iPod in DFU-Modus bringen
Wie man Aircrack auf den iPod Touch bekommt
Wie man Aircrack benutzt
Mittwoch, Mai 21, 2008
Next-gen 100$ Laptop
Touchscreens sind nicht neu. Aber seit der Vorstellung des iPhones scheint der kapazitive Multitouchscreen das neue Paradigma des User Interfaces zu sein. Tatsächlich führt Apple das Prinzip auch in ersten kleinen Schritten bei Laptops ein. So lassen sich beim Macbook Air auf einem größeren Touchpad auch semantische Gesten eingeben.Doch der Formfaktor eines klassischen Clamshell-Laptops lässt eine Eingabe über den Bildschirm selbst kaum machbar erscheinen. Die erhobene Hand auf den wackeligen Bildschirm zu erheben kann keine Dauernutzung sein. Auch der flach auf dem Tisch liegende Tablet PC, über den man sich drüberbeugt, erscheint nicht als die richtige Lösung.
Eine Lösung kommt diesmal nicht von Apple, sondern aus dem Hause Negroponte. Der OLPC der nächsten Generation soll laut Designstudie die Tastatur durch einen Touchscreen ersetzen. Dieser kann dann ein Softkeyboard darstellen, um Texteingaben zu ermöglichen. Der Clou der Idee ist jedoch, dass dadurch das Gerät – um 90° gedreht – als elektronisches Buch genutzt werden kann. Es ist so multifunktional einsetzbar.
Natürlich sind Touchscreens groß im Kommen und auch Microsoft sagt mit seinem Surface „me too“. Tatsächlich scheinen die Tage der Maus, die seit 40 Jahren im Einsatz ist (Douglas Engelbert erfand sie), gezählt. Doch auch wenn Steve Jobs proklamierte „nobody wants a stylus“: Nicht für alle Einsatzgebiete ist der Finger das beste Eingabemedium. Bei präzisen Eingaben, wie zum Beispiel graphischen Anwendungen, wird man um einen Stift oder ein anderes Zeigegerät nicht herum kommen. Und auch zur Texteingabe ist die physische Tastatur noch lange nicht überflüssig geworden.
Dienstag, Januar 15, 2008
Dünne Luft. Ergebnisse der Keynote

Wie von blinkenblog und anderen vermutet, bringt Apple jetzt also ein Subnotebook heraus (Palm frühestens 2009 mit ihrem neuen OS). Richtig ist es, das CD-Laufwerk zu entfernen und durch die wireless Option zu ersetzten. Dadurch sind natürlich Maße zu erreichen, die mit einem Sony TZ (mit dem Jobs das MacBook Air vergleicht) nicht zu machen sind, denn dies besitzt ein optisches Laufwerk. Inkonsequent ist jedoch der Verbau einer konventionellen Festplatte. Grund ist sicher der Preis: Der Laptop mit optionalen 64GB Flashspeicher wird im Apple Store für nicht weniger als 3.098,-$ angeboten!
Mittwoch, September 05, 2007
Palm stirbt langsam
Am 30. Mai auf der Konferenz D5 von Palm-Gründer Jeff HawkinsMit Sicherheit wurde es als ein Versuch anerkannt, aus der der Sackgasse herauszukommen, in der Palm sich seit Jahre befand. Als Erben des Apple Newton brachte er zusammen mit Donna Dubinsky 1996 den Palm Pilot heraus. Unter Handspring erkannte er richtig die Chancen eines PDA mit den Möglichkeiten eines Handys (Treo). Dieses Produkt, in Konkurrenz mit dem BlackBerry von RIM, war so erfolgreich, dass sich fast nur noch darauf konzentriert wurde.
Die Trennung von Hard- und Software in palmOne und PalmSource sollte neue Optionen erschließen, zeigten aber dass Palm OS keine Zukunft hatte. Das Betriebssystem wurde später nach Japan verramscht und palmOne schwenkte auf Windows Mobile um.
Die Hardware sah noch ein Aufflammen der Möglichkeiten, die in diesem Unternehmen stecken: Der LifeDrive sollte eine Art iPod als PDA sein. Eine Festplatte bot großen Speicherplatz für Bild- und Tonmedien. Besonders der Palm TX, statt Festplatte Flash-Speicher und per SD-Karte beliebig erweiterbar, war wegweisend. Per Wifi war der Zugang zum Internet und der Dateiaustausch mit anderen Geräten möglich. Doch bis heute gibt es kein Nachfolgemodell, andere Hersteller griffen das Prinzip auf.
Der Treo bleibt so der Kern der Strategie, doch das Problem des Smartphones, dass sich Bildschirm und Tastatur die Oberfläche des Gerätes teilen und daher winzig bleiben müssen, hat kürzlich Apple mit dem iPhone vorbildlich gelöst: Ein stiftlos kontextabhängiges Softkeybord. Steve Jobs hat Recht: Das ist ein Smartphone, das seinen Namen verdient. Es wird zum größten Herausforderer Palms und drängt das Unternehmen weiter in die Defensive.
Aus dieser Defensive versuchte Jeff Hawkins das Unternehmen herauszuführen und löste das Problem von Bildschirm und Tastatur durch ein externes Zusatzgerät, den Foleo. Eine richtige Textverarbeitung, großes Keyboard und Display, mit dem wirklich zu arbeiten ist als Erweiterung des Treo, das zum "Digital Hub" zum Zentrum eines Ökosystems möglicherweise von Drittherstellern werden könnte. Vermutlich sollte es mit einer Solid State Disk ein schlankes Ultrasubnotebook werden. Zudem sollte es aus der OS-Falle herausführen: Weder Palm OS, noch Microsofts Betriebssystem, sondern eine Linuxvariante sollte auf dem Treo laufen. Eine Entscheidung, die wieder einmal getroffen wurde, um auf die große Zahl von Entwicklern der Community zurückzugreifen.
Als Begründung für die heutige Entscheidung, den Foleo bis auf weiteres zu stoppen, wurde genannt, man wolle zunächst eine einheitliche Plattform für dieses Ökosystem schaffen. Das bedeutet, ein neues Palm OS auf Linux-Basis ganz neu aufzubauen. Das kann aber dauern. Und die Idee eines Ultrasubnotebooks mit Flash-Laufwerk wird inzwischen abermals Apple auf den Markt bringen, wie Gerüchte schon seit geraumer Zeit vermuten.
10 Mio.$ wurden bisher für den Foleo verbrannt. Palm ist noch nicht tot, aber die Wiederbelebung wurde vorerst verschoben.
Update: Am 28. April 2010 wurde bekannt gegeben, dass Hewlett-Packard Palm aufkaufen wird.
Montag, August 27, 2007
Fehlermeldung Vista chinesisch?
Freitag, August 10, 2007
Gemeinsame Ordner in VirtualBox
Anschließend definiert man im selben Menü den Ordner, den man auf dem physischen Rechner freigeben möchte und gibt ihm einen Namen (z.B. SHARED). Tippt man nun in der Eingabeaufforderung des virtuellen Systems net use x: \\vboxsvr\SHARED ein, erscheint der Ordner als Netzlaufwerk unter dem Arbeitsplatz.
Freitag, Juni 29, 2007
Noch ein Smartphone mit Touchscreen
Daher ist in diesem Gerät keine Nummerntastatur eingebaut, wodurch das Display entsprechen größer dimensioniert werden konnte. Text- und Zahleneingabe erfolgte entsprechend per Softkeyboard. Der integrierte Teleskop-Stylus ist auf dem winzigen Display natürlich oft kaum zu gebrauchen. Zum Telefonieren ist er aber auch nicht notwendig. Der Telefon-Modus mit seinen großen Tasten kann ganz einfach mit dem Daumen, bzw. Fingernagel benutzt werden. Dies war ein erster Schritt zu einem Mobilgerät mit einem Softkeyboard, das ohne Stift zu bedienen ist.
Bildschirm: 160 × 240 Pixel, 18-Bit-Auflösung
Dimensionen: 100 mm × 46 mm × 21 mm (ohne Antenne), 118 Gramm
Hardware: 33-MHz Motorola Dragonball, 16 MB RAM (SD-Erweiterung)
Hersteller: Group Sense Ltd., Hong Kong
Besonderheit: Digitalkamera, 352x288 Pixel
Weitere Bilder
Freitag, Juni 15, 2007
Tipps: Passwörter in WinSCP
How to transfer WinSCP password-file
1. Möglichkeit
Problem: Man hat das Passwort für einen FTP-Server vergessen, aber in WinSCP gespeichert. Wie kann man es auf einen anderen Computer übertragen?
Lösung: In der Registry liegt das Passwort unter [HKEY_CURRENT_USER\Software\Martin Prikryl\WinSCP 2\Sessions\ Dort ist es zwar verschlüsselt, man kann den Eintrag aber per Rechtsklick auf den Schlüssel exportieren. Die reg-Datei lässt sich dann einfach übertragen und per Doppelklick auf dem anderen Rechner in die Registry einfügen. Hat man vorher WinSCP installiert, erscheint der Eintrag in der Liste der gespeicherten Sitzungen.
Alternativ kann man unter Einstellungen/Speicher den Speicherort für die Konfiguration von der Windows Registrierung auf eine INI-Datei umstellen, die dann im Programmverzeichnis liegt und einfach kopiert werden kann.
In Windows 7 x64 liegt die INI-Datei unter C:\Users\[Benutzer]\AppData\Local\VirtualStore\Program Files (x86)\WinSCP
2. Möglichkeit
Statt mit der Registry zu arbeiten, kann man WinSCP in den Einstellungen mitteilen, die Konfiguration nicht dort, sondern in einer Datei abzulegen. Unter „Speicher“ lässt sich die INI-Datei in einen Ordner schreiben und von dort auf eine andere Installation übertragen.
Donnerstag, Juni 07, 2007
Bill Gates und Apple TV
Erst mit den überraschenden Erfolgen von Google und Apple wurde Microsoft gezwungen, 10 Jahre später auf die inzwischen fortgeschrittenen Entwicklungen zu reagieren. Vista wurde verschoben, um das Projekt Windows Live zu integrieren und Konzepte der Konkurrenz zu kopieren.Bill Gates hatte in seinem Buch die in der Luft liegenden Visionen zusammengefasst, offenbar ohne sie sich selbst zu eigen zu machen. In einer Abbildung ist eine Settop-Box auf einem Fernseher zu sehen, die mit vielen Blinkenlights zukünftige Technologie darzustellen scheint. Doch nicht Microsoft, verwirklichte das Konzept von Video on Demand, sondern ein weiteres Mal Apple. Auch die Jahre alte Vision von der datenträgerlosen Musik ließ Steve Jobs Wirklichkeit werden, getrieben von dem Siegeszug Napsters.
Auf eine Zuschauerfrage bei der Konferenz "All Things Digital" auf die Zukunftsaussichten der nächsten 5-10 Jahre antwortete Gates mit einer Liste von Phantasien. "Most things that you see in science fiction are in the next decade the kinds of things you'll see. The virtual presence, the virtual world,..." Jobs dagegen machte klar: "I don't know. And that's what makes it exciting going to work every day. It is an extraordinarily exciting time in the industry." iPhone Screen Resolution
Das LG Prada KE850 begnügt sich mit 240x300 Pixeln, das HTC Touch mit nur wenig mehr: 240 x 320. Zum Vergleich: Der Commodore 64 besaß eine Auflösung von 320x200 (allerdings bei nur 256 Farben). Das iPhone schneidet hier deutlich besser ab. 320x480 Pixel bei 160 ppi ermöglicht ein gutes Erkennen der Funktionssymbole und eine hochauflösende Foto- und Videowiedergabe (16 Mio. Farben). Montag, Januar 15, 2007
Das iPhone ist da
Kritisiert wird das später Erscheinungsdatum und der Preis. Aber Apple will nicht, dass das iPhone von der FCC enthüllt wird, wie dies mit dem Zune geschah. Der Preis ist für die early adopters, die sich auch schon den ersten iPod für 399$ gekauft hatten. Später wurde er segmentiert bis hin zum briefmarkengroßen, für jedermann erschwinglichen Shuffle. Selbiges wird auch mit dem iPhone geschehen.
Montag, Oktober 23, 2006
Rezension: Revolution in the Valley von Andy Hertzfeld
Hertzfelds nostalgischer Blick zeigt wohl eher ungewollt die Entwicklung des Meilensteinrechners als einen wenig heroischen Prozess. Stattdessen wird deutlich, dass hier eine Gemeinschaft von Nerds unter der Leitung von Bürokraten und eines Egomanen einen Computer entwickelten, von dem sie selbst nicht wussten, dass er über Jahre hinweg zum Standard würde.
Eine Gruppe von Apple Mitarbeitern hatten Mitte Dezember 1979 das Palo Alto Research Center (PARC) von Xerox besucht. Steve Jobs war dabei unter anderem von der graphischen Benutzeroberfläche (GUI) fasziniert. Nachdem der Lisa-Computer viel zu teuer für den Konsumenten war, übernahm Jobs die Vision von Adam Osborne, der bereits eine Vision des Computer-Massenmarktes hatte: "a no-frills, low cost, high volume approach to the business." Osbornes 12-Kilo-Computer mit seinem 5“ Monitor und CP/M war jedoch ein Reinfall. Jobs dagegen hatte eine weniger technologische als künstlerische Herangehensweise. Er ließ die Entwickler das Objekt innen mit Unterschriften versehen und selbst das board sollte schön aussehen, schließlich würde auch ein Schreiner kein schlechtes Holz für die Rückseite eines Schranks verwenden, die man nie sieht.
Hertzfeld zeigt eine Serie von Polaroid-Fotografien von Bill Atkinson, die die Entwicklung des GUI nachvollziehen lassen und verdeutlichen, dass Entscheidungen getroffen wurden, die heute noch für vergleichbare Systeme gelten. Leider sind die Abbildungen im Buch winzig wiedergegeben und im Internet besser zusehen.
Aber auch die unter einer graphischen Benutzeroberfläche mögliche Symbolik, durch die Funktionen wortlos verstanden werden, musste erst entwickelt werden. Das Control Panel ist dafür ein bestechendes Beispiel, wie auch die Funktionsleiste von MacPaint.

Damit der Macintosh benutzbar würde, brauchte man Software. Daher zeigte Apple Microsoft den Mac-Prototypen. Im Vertrag wurde Microsoft untersagt, ein vergleichbares System für den PC innerhalb eines Jahres nach der Mac-Einführung anzubieten. Jedoch wurde dieses Datum fix als September 1983 definiert. Daher war die Ankündigung von Windows im November 1983 nicht regelwidrig. Allerdings dauerte es noch 2 Jahre bis Microsoft im Herbst 1985 eine erste Version von Windows herausbrachte, die so unbrauchbar war, dass Bill Gates wenige Monate später alle beteiligten Programmierer feuerte und mit Neil Konzen neu begann. Interessant ist, dass vor Windows 1.0 bereits ein GUI für den PC namens Visi On von Personal Software existierte.
Schließlich konnte der Macintosh am 24. Januar 1984 präsentiert werden. Wie Hertzfeld zugibt, wurde bei der Sprachgenerierung etwas gemogelt und ein 512k Mac Prototyp verwendet, weil die 128 KByte des ab dem gleichen Tag verkauften Rechners nicht ausreichte.
Andy Hertzfeld (* 1953) blickt nostalgische zurück auf die guten alten Zeiten, als noch die alten Mac-Werte galten. Er charakterisiert sich selbst als „creative type“ und entwickelte nach seiner Zeit bei Apple innerhalb weniger Wochen Thunderscan, ein auf den Drucker aufgesetzten Scanner, der trotz der einbittigen Darstellung des Mac intern mit 5 bit arbeitete und so den Kontrast und die Helligkeit einstellen ließ. Laut Vertrag erhielt er $7.50 von jedem verkauften Scanner und berichtet, davon seien etwa „100,000 units“ verkauft worden.
Außerdem fand er sich von einem Programm namens Memory Shift so beeindruckt, dass er Switcher für den Mac programmierte, der auch hängende Prozesse beenden konnte (entspricht dem Taskmanager in Windows). Er selbst hielt das Programm eine viertel Millionen Dollar wert, Steve Jobs sagte jedoch definitiv: „Don't argue with me. $100,000 is fair, and you know it.“
Von zahlreichen Tippfehlern und grob aufgelösten Bildern abgesehen, die der Verlag hätte korrigieren müssen, ist das Buch für jeden an der Geschichte des Computers Interessierten empfehlenswert.
Mittwoch, Oktober 18, 2006
Geschichte des iPods
Bei Wired war gestern einen Artikel über die Geschichte des iPods zu lesen. Bemerkenswert ist dabei die Information, dass das Apple-Produkt nicht der erste Festplatten-Spieler auf dem Markt war. Bereits vorher war die Personal Jukebox von Remote Solutions und die Nomad Jukebox von Creative erhältlich. Mit ihrer 4,8 bis 6 GB Laptop-Festplatte waren sie weniger zum Joggen als vielmehr für das Auto gedacht. Die Idee, statt teurem Flash-Speicher den viel größeren Festplattespeicher zu nutzen, der pro Megabyte zudem billiger ist, war jedoch geboren. Um das Jahr 2000 herum kosteten diese Geräte allerdings einige hundert Dollar.Erst die 1,8“-Festplatte von Toshiba ermöglichte es Apple, ein viel kleineres Gerät herzustellen. Mit ihrer FireWire-Technologie war es zudem möglich, die Daten von gerippten CDs oder vom populären Napster schnell hochzuladen. Wie Leander Kahney in dem Artikel schreibt, ermöglichte letztendlich die Kombination mit einem Puffer von 32 MB, die Festplatte zeitweise abzuschalten und so eine längere Batterielaufzeit zu erreichen. All dies waren Eigenschaften des iPod, die ihn über die Konkurrenz emporhob.
Der Name „iPod“ wurde von Apple viel früher bereits geschützt, um für das Konzept eines Internet Kiosks benutzt zu werden. Dass der Begriff nicht deskriptiv ist hat den Vorteil, dass das Prinzip iPod offen für weitere Entwicklungen ist.
Zum Prinzip des Designs bei Apple sagte Steve Jobs: „Most people make the mistake of thinking design is what it looks like. That's not what we think design is. It's not just what it looks like and feels like. Design is how it works.“
Als notwendige Hardware verbaute Jon Rubinstein die integrierten Chips von PortalPlayer. Das Betriebsystem wurde von Pixo hinzugekauft. Am 23. Oktober 2001 wurde der erste iPod der Öffentlichkeit vorgestellt.
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