Dienstag, Juni 29, 2010

Neues in Thunderbird 3.1

Neben Verbesserungen in der Suchfunktion, der Nachrichten-Archivierung und einem Migrationsassistenten, fallen auch kleinere Veränderungen ins Auge.

Startete man Thunderbird bevor eine Netzwerkverbindung aufgebaut war, meldete das Programm bisher einen Fehler per Pop-Up, den man per OK bestätigen musste. Bei wiederholten Versuchen und mehreren Accounts konnte dies recht lästig sein, blieb die Meldung doch auch am Bildschirm, wenn die Verbindung schließlich hergestellt war.
Dies hat sich nun mit der neuen Version geändert. Jetzt erscheint unten rechts ein Hinweis, der gleich wieder verschwindet, ohne bestätigt werden zu müssen. Dies ist eine Verbesserung, für die jeder dankbar ist, der eine Internetverbindung verwendet, die nur langsam aufgebaut wird.


Eine Kleinigkeit hat sich jedoch mit Nachteil verändert: <Strg+F> lässt nun in die Mailbox-Suche springen, statt wie bisher zur Suche innerhalb der aktuellen Mail. Letzteres übernimmt nun <Strg+G> oder zweimaliges Drücken von <Strg+F>, was gewöhnungsbedürftig ist.

Dienstag, März 09, 2010

Apple-Design/Braun-Design: Produktentwicklung als Liberal Art

Apple-Produkte zeichnen sich durch ein sehr schlichtes Äußeres aus, das einfache Benutzbarkeit verspricht. Dies ist jedoch kein neuartiger Ansatz in der Elektronikbranche. Bereits die deutsche Firma Braun machte dies in den 60er Jahren vor. Und ebenso wie Braun Designer wie Dieter Rams eng in die Produktpolitik und das R&D einband, so bedeutend ist die Position von Jonathan Ive bei Apple. Steve Jobs meint:
„Some people think design means how it looks. But of course, if you dig deeper, it's really how it works.“
Mehr noch als in jedem anderen Unternehmen ist dazu die Verbindung von Technologie und den Künsten sehr eng. Immer wieder betont Steve Jobs:
„We've always tried to be at the intersection of technology and liberal arts.“
Entwickler und Designer verstehen sich daher beide als eine Art Künstler, die Produkte entwerfen. In dem Artikel Apple-Design: Die Kunst der Produktgestaltung zwischen Userzentrierung und Ästhetik wird deutlich, dass auch dieser Gedanke seine Vorläufer in Deutschland hat: Im Bauhaus.

Mehr dazu unter Harald Klinke, Apple-Design: Die Kunst der Produktgestaltung zwischen Userzentrierung und Ästhetik, in:kunsttexte.de, Nr. 1, 2010 (7 Seiten), www.kunsttexte.de
Besprochen wurde dieser Artikel auf Mac-Essentials und im m-magazin.

Dienstag, August 12, 2008

Screenshot iPhone und iPod Touch

Screenshot iPhone


Um ein Bildschirmfoto des iPhones zu machen, benötigt es keine Zusatzsoftware. Man drückt einfach den Power-Knopf und den Home-Button, dann leuchtet das Display kurz auf und man findet das Bild als PNG-Datei im Verzeichnis "Gesicherte Fotos" im Foto-App. Verbindet man das Gerät mit dem Rechner, erscheint dieses Verzeichnis unter dem Arbeitsplatz bzw. im Finder und man kann die Bilder dort weiterverarbeiten.

Montag, Juli 28, 2008

iPhone/iPod Touch 2.0.1 PWNED! & Install Aircrack

Anleitung für Windows
Um auf einem iPhone oder iPod Touch mit der Softwareversion 2.0 einen Jailbreak durchzuführen ist nun auch für Windows ein Programm verfügbar. Winpwn nutzt die vom dev-Team entwickelte Möglichkeit, um die ipsw-Datei der Version 347 (2.0) bzw. B108 (2.0.1) zu patchen und als Firmware per iTunes aufzuspielen.
    WINPWN
  1. Dazu ist es sinnvoll zunächst einen letzten Sync durchzuführen, um am Ende das Backup seiner Daten wieder herzustellen (iTunes Update auf letzte Version).
  2. Dann läd man sich Winpwn in der letzten Version herunter und installiert den Jailbreak (die ipsw-Datei entweder heruntergeladen oder in Vista aus C:\Users\ Benutzer\ AppData\ Roaming\ Apple Computer\ iTunes\ iPod Software Updates): "ipsw-builder" klicken, Cydia auswählen (optional Installer), "Build .ipsw" klicken. iPwner erstellet die Custom-Firmware (iTunes wurde gepwned.) Winpwn schließen.
  3. Danach startet man das Gerät im Dfu-Modus (an PC anschließen, anschalten, Power und Home, 10Sekunden warten, Power loslassen, Home weiter halten, bis PC das Gerät an USB erkennt) und startet iTunes, klickt "Wiederherstellen" mit gedrückter Shift-Taste und wählt die erstellte ipsw-Datei aus (Custom-Firmare).
  4. Anschließend stellt man das Backup (1) wieder her.
  5. Über Cydia installiert man SSH, um auf das Dateisystem des Geräts zugreifen zu können.
  6. Mit einem SSH-fähigen Ftp-Programm konnektiert man sich vom PC aus mit dem Gerät. Dessen IP erhält man aus den Angaben der Netzwerkeinstellungen. Für den Benutzer root lautet das Paßwort alpine.

PWNED!
Quelle:
Winpwn Anleitung (eng.)
Downoad Winpwn
iPod in DFU-Modus bringen
Wie man Aircrack auf den iPod Touch bekommt
Wie man Aircrack benutzt

Mittwoch, Mai 21, 2008

Next-gen 100$ Laptop

Touchscreens sind nicht neu. Aber seit der Vorstellung des iPhones scheint der kapazitive Multitouchscreen das neue Paradigma des User Interfaces zu sein. Tatsächlich führt Apple das Prinzip auch in ersten kleinen Schritten bei Laptops ein. So lassen sich beim Macbook Air auf einem größeren Touchpad auch semantische Gesten eingeben.

Doch der Formfaktor eines klassischen Clamshell-Laptops lässt eine Eingabe über den Bildschirm selbst kaum machbar erscheinen. Die erhobene Hand auf den wackeligen Bildschirm zu erheben kann keine Dauernutzung sein. Auch der flach auf dem Tisch liegende Tablet PC, über den man sich drüberbeugt, erscheint nicht als die richtige Lösung.

Eine Lösung kommt diesmal nicht von Apple, sondern aus dem Hause Negroponte. Der OLPC der nächsten Generation soll laut Designstudie die Tastatur durch einen Touchscreen ersetzen. Dieser kann dann ein Softkeyboard darstellen, um Texteingaben zu ermöglichen. Der Clou der Idee ist jedoch, dass dadurch das Gerät – um 90° gedreht – als elektronisches Buch genutzt werden kann. Es ist so multifunktional einsetzbar.

Natürlich sind Touchscreens groß im Kommen und auch Microsoft sagt mit seinem Surface „me too“. Tatsächlich scheinen die Tage der Maus, die seit 40 Jahren im Einsatz ist (Douglas Engelbert erfand sie), gezählt. Doch auch wenn Steve Jobs proklamierte „nobody wants a stylus“: Nicht für alle Einsatzgebiete ist der Finger das beste Eingabemedium. Bei präzisen Eingaben, wie zum Beispiel graphischen Anwendungen, wird man um einen Stift oder ein anderes Zeigegerät nicht herum kommen. Und auch zur Texteingabe ist die physische Tastatur noch lange nicht überflüssig geworden.

Dienstag, Januar 15, 2008

Dünne Luft. Ergebnisse der Keynote

MacBook Air
“There’s something in the air“ prangte es verheißungsvoll von den Plakaten in Moscone West und war Anlass für viele Spekulationen. Die Kommentatoren auf macrumors erkannten die dünne Schriftart richtig als Myriad Pro Light und vermuteten folglich einen dünnen, leichten Laptop. Gleichzeitig ist es aber auch das Motto für das Jahr 2008: Nicht nur das neue MacBook Air erwartet einen kabellosen Netzzugang, wireless kann man auch mit dem iPhone Musik und mit dem neuen Apple TV Videos kaufen bzw. leihen. Weitere derartige Produkte kann man im Verlauf des Jahres erwarten.
Damit ist für viele Zusatzprodukte kein Mac mit iTunes mehr zum Sync notwendig – Steve Jobs gibt die Strategie des digital Hub auf. Das hat damit zu tun, dass in den Einzelgeräten immer stärkere Prozessoren und OS X läuft und damit kein kraftvoller Zentralcomputer mehr notwendig ist. Das bedeutet jedoch auch, dass die wieder zunehmende Diversifikation der Produkte nicht mehr notwendigerweise die Verkäufe des Macintosh mitzieht. Dies deutete sich bereits in der Umbenennung in Apple Inc. aus: Apple ist kein Computerhersteller mehr, sondern Produzent von funktioneller Lifestyle-Elektronik.
Wie von blinkenblog und anderen vermutet, bringt Apple jetzt also ein Subnotebook heraus (Palm frühestens 2009 mit ihrem neuen OS). Richtig ist es, das CD-Laufwerk zu entfernen und durch die wireless Option zu ersetzten. Dadurch sind natürlich Maße zu erreichen, die mit einem Sony TZ (mit dem Jobs das MacBook Air vergleicht) nicht zu machen sind, denn dies besitzt ein optisches Laufwerk. Inkonsequent ist jedoch der Verbau einer konventionellen Festplatte. Grund ist sicher der Preis: Der Laptop mit optionalen 64GB Flashspeicher wird im Apple Store für nicht weniger als 3.098,-$ angeboten!

Weitere erwähnenswerte Informationen der diesjährigen Macworld Keynote: Netzwerkfestplatte zum Backup per TimeMachine hat erstmalig 1 Terabyte Kapazität. iPhone und iPod Touch können den Standpunkt mithilfe der Stärke der Hotspots/Funkzellen und den Datenbanken von Skyhook und Google ermitteln. Schließlich wird der iPod Touch attraktiver durch Mail und Maps. 

P.S. Einen Laptop aus einer Papiermappe zu ziehen ist keineswegs neu: Etwa 15 Jahre vorher hatte bereits DEC seinen HiNote Ultra ebenso beworben. 


Mittwoch, September 05, 2007

Palm stirbt langsam

Wie Palm-CEO Ed Colligan heute bekanntgab, wird das neue Produkt namens Foleo erstmal nicht auf den Markt kommen.

Am 30. Mai auf der Konferenz D5 von Palm-Gründer Jeff Hawkins als "best idea I've ever had" vorgestellt, galt es manchem als obskures Produkt, anderen als gute Idee zwischen Laptop und Handy, als sinnvolle Erweiterung des Treo.
Mit Sicherheit wurde es als ein Versuch anerkannt, aus der der Sackgasse herauszukommen, in der Palm sich seit Jahre befand. Als Erben des Apple Newton brachte er zusammen mit Donna Dubinsky 1996 den Palm Pilot heraus. Unter Handspring erkannte er richtig die Chancen eines PDA mit den Möglichkeiten eines Handys (Treo). Dieses Produkt, in Konkurrenz mit dem BlackBerry von RIM, war so erfolgreich, dass sich fast nur noch darauf konzentriert wurde.

Die Trennung von Hard- und Software in palmOne und PalmSource sollte neue Optionen erschließen, zeigten aber dass Palm OS keine Zukunft hatte. Das Betriebssystem wurde später nach Japan verramscht und palmOne schwenkte auf Windows Mobile um.

Die Hardware sah noch ein Aufflammen der Möglichkeiten, die in diesem Unternehmen stecken: Der LifeDrive sollte eine Art iPod als PDA sein. Eine Festplatte bot großen Speicherplatz für Bild- und Tonmedien. Besonders der Palm TX, statt Festplatte Flash-Speicher und per SD-Karte beliebig erweiterbar, war wegweisend. Per Wifi war der Zugang zum Internet und der Dateiaustausch mit anderen Geräten möglich. Doch bis heute gibt es kein Nachfolgemodell, andere Hersteller griffen das Prinzip auf.

Der Treo bleibt so der Kern der Strategie, doch das Problem des Smartphones, dass sich Bildschirm und Tastatur die Oberfläche des Gerätes teilen und daher winzig bleiben müssen, hat kürzlich Apple mit dem iPhone vorbildlich gelöst: Ein stiftlos kontextabhängiges Softkeybord. Steve Jobs hat Recht: Das ist ein Smartphone, das seinen Namen verdient. Es wird zum größten Herausforderer Palms und drängt das Unternehmen weiter in die Defensive.

Aus dieser Defensive versuchte Jeff Hawkins das Unternehmen herauszuführen und löste das Problem von Bildschirm und Tastatur durch ein externes Zusatzgerät, den Foleo. Eine richtige Textverarbeitung, großes Keyboard und Display, mit dem wirklich zu arbeiten ist als Erweiterung des Treo, das zum "Digital Hub" zum Zentrum eines Ökosystems möglicherweise von Drittherstellern werden könnte. Vermutlich sollte es mit einer Solid State Disk ein schlankes Ultrasubnotebook werden. Zudem sollte es aus der OS-Falle herausführen: Weder Palm OS, noch Microsofts Betriebssystem, sondern eine Linuxvariante sollte auf dem Treo laufen. Eine Entscheidung, die wieder einmal getroffen wurde, um auf die große Zahl von Entwicklern der Community zurückzugreifen.

Als Begründung für die heutige Entscheidung, den Foleo bis auf weiteres zu stoppen, wurde genannt, man wolle zunächst eine einheitliche Plattform für dieses Ökosystem schaffen. Das bedeutet, ein neues Palm OS auf Linux-Basis ganz neu aufzubauen. Das kann aber dauern. Und die Idee eines Ultrasubnotebooks mit Flash-Laufwerk wird inzwischen abermals Apple auf den Markt bringen, wie Gerüchte schon seit geraumer Zeit vermuten.

10 Mio.$ wurden bisher für den Foleo verbrannt. Palm ist noch nicht tot, aber die Wiederbelebung wurde vorerst verschoben.


Update: Am 28. April 2010 wurde bekannt gegeben, dass Hewlett-Packard Palm aufkaufen wird.

Montag, August 27, 2007

Fehlermeldung Vista chinesisch?

Error Message Windows VistaFehlermeldung in Windows Vista beim Versuch ein Netzlaufwerk Z: zu trennen, das mit dem Ordner "transfer" auf dem nicht eingeschalteten Rechner "Eins" verbunden ist.

Freitag, August 10, 2007

Gemeinsame Ordner in VirtualBox

Die Virtualisierungssoftware VirtualBox ermöglicht es dem Gastrechner, auf freigegebene Ordner des Hostrechners zuzugreifen. Hat man als virtuelles System beispielsweise Windows XP installiert, muss man zunächst die von innotek mitgelieferte Gasterweiterungen einrichten. Dies geschieht ganz einfach im Geräte-Menü von VirtualBox. Praktisch wird dadurch ein Disc-Image eingelegt, das normalerweise automatisch startet.
Anschließend definiert man im selben Menü den Ordner, den man auf dem physischen Rechner freigeben möchte und gibt ihm einen Namen (z.B. SHARED). Tippt man nun in der Eingabeaufforderung des virtuellen Systems net use x: \\vboxsvr\SHARED ein, erscheint der Ordner als Netzlaufwerk unter dem Arbeitsplatz.


Freitag, Juni 29, 2007

Noch ein Smartphone mit Touchscreen

Im Jahr 2004 bot Quelle unter der Marke Universum ein Handy an, das von der Idee her fortschrittlich war. Das Xplore G18 hatte als Betriebssystem Palm OS 4.1.2 und entsprechend einen Touchscreen.


Daher ist in diesem Gerät keine Nummerntastatur eingebaut, wodurch das Display entsprechen größer dimensioniert werden konnte. Text- und Zahleneingabe erfolgte entsprechend per Softkeyboard. Der integrierte Teleskop-Stylus ist auf dem winzigen Display natürlich oft kaum zu gebrauchen. Zum Telefonieren ist er aber auch nicht notwendig. Der Telefon-Modus mit seinen großen Tasten kann ganz einfach mit dem Daumen, bzw. Fingernagel benutzt werden. Dies war ein erster Schritt zu einem Mobilgerät mit einem Softkeyboard, das ohne Stift zu bedienen ist.




Bildschirm: 160 × 240 Pixel, 18-Bit-Auflösung
Dimensionen: 100 mm × 46 mm × 21 mm (ohne Antenne), 118 Gramm
Hardware: 33-MHz Motorola Dragonball, 16 MB RAM (SD-Erweiterung)
Hersteller: Group Sense Ltd., Hong Kong
Besonderheit: Digitalkamera, 352x288 Pixel

Weitere Bilder

Freitag, Juni 15, 2007

Tipps: Passwörter in WinSCP

How to transfer WinSCP password-file

1. Möglichkeit

Problem: Man hat das Passwort für einen FTP-Server vergessen, aber in WinSCP gespeichert. Wie kann man es auf einen anderen Computer übertragen?

Lösung: In der Registry liegt das Passwort unter [HKEY_CURRENT_USER\Software\Martin Prikryl\WinSCP 2\Sessions\ Dort ist es zwar verschlüsselt, man kann den Eintrag aber per Rechtsklick auf den Schlüssel exportieren. Die reg-Datei lässt sich dann einfach übertragen und per Doppelklick auf dem anderen Rechner in die Registry einfügen. Hat man vorher WinSCP installiert, erscheint der Eintrag in der Liste der gespeicherten Sitzungen.

Alternativ kann man unter Einstellungen/Speicher den Speicherort für die Konfiguration von der Windows Registrierung auf eine INI-Datei umstellen, die dann im Programmverzeichnis liegt und einfach kopiert werden kann.
In Windows 7 x64 liegt die INI-Datei unter C:\Users\[Benutzer]\AppData\Local\VirtualStore\Program Files (x86)\WinSCP

2. Möglichkeit

Statt mit der Registry zu arbeiten, kann man WinSCP in den Einstellungen mitteilen, die Konfiguration nicht dort, sondern in einer Datei abzulegen. Unter „Speicher“ lässt sich die INI-Datei in einen Ordner schreiben und von dort auf eine andere Installation übertragen.



Donnerstag, Juni 07, 2007

Bill Gates und Apple TV

Bill Gates schrieb 1995 in seinem Buch Der Weg nach vorn. Die Zukunft der Informationsgesellschaft, der Informations-Highway biete große Chancen und würde viele Bereiche, darunter das Fernsehen, völlig verändern. Die Erkenntnis, dass Microsoft das Internet verschlafen hatte, führte zwar dazu, dass in Windows95 ein DFÜ-Socket eingebaut und ein Browser mitgeliefert wurde, der bald Netscape verdrängte, aber eine wirkliche Vision schien Bill Gates und sein Unternehmen trotz seiner Publikation nicht gehabt zu haben.

Erst mit den überraschenden Erfolgen von Google und Apple wurde Microsoft gezwungen, 10 Jahre später auf die inzwischen fortgeschrittenen Entwicklungen zu reagieren. Vista wurde verschoben, um das Projekt Windows Live zu integrieren und Konzepte der Konkurrenz zu kopieren.

Bill Gates hatte in seinem Buch die in der Luft liegenden Visionen zusammengefasst, offenbar ohne sie sich selbst zu eigen zu machen. In einer Abbildung ist eine Settop-Box auf einem Fernseher zu sehen, die mit vielen Blinkenlights zukünftige Technologie darzustellen scheint. Doch nicht Microsoft, verwirklichte das Konzept von Video on Demand, sondern ein weiteres Mal Apple. Auch die Jahre alte Vision von der datenträgerlosen Musik ließ Steve Jobs Wirklichkeit werden, getrieben von dem Siegeszug Napsters.

Auf eine Zuschauerfrage bei der Konferenz "All Things Digital" auf die Zukunftsaussichten der nächsten 5-10 Jahre antwortete Gates mit einer Liste von Phantasien. "Most things that you see in science fiction are in the next decade the kinds of things you'll see. The virtual presence, the virtual world,..." Jobs dagegen machte klar: "I don't know. And that's what makes it exciting going to work every day. It is an extraordinarily exciting time in the industry."

iPhone Screen Resolution

Mit dem Hype um das noch nicht erschienene, aber seit Januar ausgiebig diskutierte iPhone buhlen auch Herausforderer um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Unter den Touchscreen-Handys, die keine phantasielose chinesische Clones sind, verdienen zwei besondere Aufmerksamkeit. Zum einen das LG Prada-Phone, zum anderen das Anfang Juni erschienene HTC Touch.

Während das Prada-Phone keine Funktion zum Internet surfen per Wifi besitzt, möchte das Gerät der Microsoft-HTC-Kooperation sich auch hierin messen. Für die User-Experience dürfte jedoch die Bildschirmauflösung von entscheidender Bedeutung sein.

Das LG Prada KE850 begnügt sich mit 240x300 Pixeln, das HTC Touch mit nur wenig mehr: 240 x 320. Zum Vergleich: Der Commodore 64 besaß eine Auflösung von 320x200 (allerdings bei nur 256 Farben). Das iPhone schneidet hier deutlich besser ab. 320x480 Pixel bei 160 ppi ermöglicht ein gutes Erkennen der Funktionssymbole und eine hochauflösende Foto- und Videowiedergabe (16 Mio. Farben).

Update: Mit dem iPhone4 steigerte Apple die Bildschirmauflösung auf 960 × 640 Pixel mit 326 ppi (Retina-Display).

Montag, Januar 15, 2007

Das iPhone ist da

Zwar handelt es sich nicht um ein iChat-Handy mit Internettelephonie, sondern um eine eher klassische Provider-Lösung. Aber an Innovationen löst es praktisch alles ein, was die Gerüchte erhofft hatten. Vom Fullscreen-iPod, über die Touchscreen-Benutzung bis hin zum Internet-Gadget. Gerade die Virtualisierung praktisch aller Tasten löst nicht nur die Probleme so vieler Mobilgeräte in denen Tastatur und Display um die Oberfläche konkurrieren, es ermöglicht auch eine noch nicht absehbare Erweiterbarkeit um Funktionen, die per Software-Update hinzugefügt werden können.

Kritisiert wird das später Erscheinungsdatum und der Preis. Aber Apple will nicht, dass das iPhone von der FCC enthüllt wird, wie dies mit dem Zune geschah. Der Preis ist für die early adopters, die sich auch schon den ersten iPod für 399$ gekauft hatten. Später wurde er segmentiert bis hin zum briefmarkengroßen, für jedermann erschwinglichen Shuffle. Selbiges wird auch mit dem iPhone geschehen.


Montag, Oktober 23, 2006

Rezension: Revolution in the Valley von Andy Hertzfeld

Während zurzeit das Buch von Steve Wozniak groß promotet wird, ist auch ein anderer Blick auf den Computerhersteller Apple interessant. Andy Hertzfeld, einst Teil des Apple Macintosh Entwicklungsteams, sammelte Anekdoten zur Entstehung des Mac auf der Seite folklore.org. Aus den Texten, die sich weiterhin dort befinden, machte er im Jahr 2005 mit Hilfe O’Reilly sein leicht lesbares und überwiegend unterhaltsames Buch, das einen Beitrag zur Computerhistorie leistet: Revolution In The Valley. The Insanely Great Story of How the Mac Was Made

Hertzfelds nostalgischer Blick zeigt wohl eher ungewollt die Entwicklung des Meilensteinrechners als einen wenig heroischen Prozess. Stattdessen wird deutlich, dass hier eine Gemeinschaft von Nerds unter der Leitung von Bürokraten und eines Egomanen einen Computer entwickelten, von dem sie selbst nicht wussten, dass er über Jahre hinweg zum Standard würde.

Eine Gruppe von Apple Mitarbeitern hatten Mitte Dezember 1979 das Palo Alto Research Center (PARC) von Xerox besucht. Steve Jobs war dabei unter anderem von der graphischen Benutzeroberfläche (GUI) fasziniert. Nachdem der Lisa-Computer viel zu teuer für den Konsumenten war, übernahm Jobs die Vision von Adam Osborne, der bereits eine Vision des Computer-Massenmarktes hatte: "a no-frills, low cost, high volume approach to the business." Osbornes 12-Kilo-Computer mit seinem 5“ Monitor und CP/M war jedoch ein Reinfall. Jobs dagegen hatte eine weniger technologische als künstlerische Herangehensweise. Er ließ die Entwickler das Objekt innen mit Unterschriften versehen und selbst das board sollte schön aussehen, schließlich würde auch ein Schreiner kein schlechtes Holz für die Rückseite eines Schranks verwenden, die man nie sieht.


Hertzfeld zeigt eine Serie von Polaroid-Fotografien von Bill Atkinson, die die Entwicklung des GUI nachvollziehen lassen und verdeutlichen, dass Entscheidungen getroffen wurden, die heute noch für vergleichbare Systeme gelten. Leider sind die Abbildungen im Buch winzig wiedergegeben und im Internet besser zusehen.
Aber auch die unter einer graphischen Benutzeroberfläche mögliche Symbolik, durch die Funktionen wortlos verstanden werden, musste erst entwickelt werden. Das Control Panel ist dafür ein bestechendes Beispiel, wie auch die Funktionsleiste von MacPaint.


Damit der Macintosh benutzbar würde, brauchte man Software. Daher zeigte Apple Microsoft den Mac-Prototypen. Im Vertrag wurde Microsoft untersagt, ein vergleichbares System für den PC innerhalb eines Jahres nach der Mac-Einführung anzubieten. Jedoch wurde dieses Datum fix als September 1983 definiert. Daher war die Ankündigung von Windows im November 1983 nicht regelwidrig. Allerdings dauerte es noch 2 Jahre bis Microsoft im Herbst 1985 eine erste Version von Windows herausbrachte, die so unbrauchbar war, dass Bill Gates wenige Monate später alle beteiligten Programmierer feuerte und mit Neil Konzen neu begann. Interessant ist, dass vor Windows 1.0 bereits ein GUI für den PC namens Visi On von Personal Software existierte.
Schließlich konnte der Macintosh am 24. Januar 1984 präsentiert werden. Wie Hertzfeld zugibt, wurde bei der Sprachgenerierung etwas gemogelt und ein 512k Mac Prototyp verwendet, weil die 128 KByte des ab dem gleichen Tag verkauften Rechners nicht ausreichte.

Andy Hertzfeld (* 1953) blickt nostalgische zurück auf die guten alten Zeiten, als noch die alten Mac-Werte galten. Er charakterisiert sich selbst als „creative type“ und entwickelte nach seiner Zeit bei Apple innerhalb weniger Wochen Thunderscan, ein auf den Drucker aufgesetzten Scanner, der trotz der einbittigen Darstellung des Mac intern mit 5 bit arbeitete und so den Kontrast und die Helligkeit einstellen ließ. Laut Vertrag erhielt er $7.50 von jedem verkauften Scanner und berichtet, davon seien etwa „100,000 units“ verkauft worden.
Außerdem fand er sich von einem Programm namens Memory Shift so beeindruckt, dass er Switcher für den Mac programmierte, der auch hängende Prozesse beenden konnte (entspricht dem Taskmanager in Windows). Er selbst hielt das Programm eine viertel Millionen Dollar wert, Steve Jobs sagte jedoch definitiv: „Don't argue with me. $100,000 is fair, and you know it.

Von zahlreichen Tippfehlern und grob aufgelösten Bildern abgesehen, die der Verlag hätte korrigieren müssen, ist das Buch für jeden an der Geschichte des Computers Interessierten empfehlenswert.

PDA und Tablet-PC


Die größte Konkurrenz des Computers ist Papier und Bleistift.

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Geschichte des iPods

Remote Solutions Personal Jukebox PJB-100Bei Wired war gestern einen Artikel über die Geschichte des iPods zu lesen. Bemerkenswert ist dabei die Information, dass das Apple-Produkt nicht der erste Festplatten-Spieler auf dem Markt war. Bereits vorher war die Personal Jukebox von Remote Solutions und die Nomad Jukebox von Creative erhältlich. Mit ihrer 4,8 bis 6 GB Laptop-Festplatte waren sie weniger zum Joggen als vielmehr für das Auto gedacht. Die Idee, statt teurem Flash-Speicher den viel größeren Festplattespeicher zu nutzen, der pro Megabyte zudem billiger ist, war jedoch geboren. Um das Jahr 2000 herum kosteten diese Geräte allerdings einige hundert Dollar.
Erst die 1,8“-Festplatte von Toshiba ermöglichte es Apple, ein viel kleineres Gerät herzustellen. Mit ihrer FireWire-Technologie war es zudem möglich, die Daten von gerippten CDs oder vom populären Napster schnell hochzuladen. Wie Leander Kahney in dem Artikel schreibt, ermöglichte letztendlich die Kombination mit einem Puffer von 32 MB, die Festplatte zeitweise abzuschalten und so eine längere Batterielaufzeit zu erreichen. All dies waren Eigenschaften des iPod, die ihn über die Konkurrenz emporhob.
Der Name „iPod“ wurde von Apple viel früher bereits geschützt, um für das Konzept eines Internet Kiosks benutzt zu werden. Dass der Begriff nicht deskriptiv ist hat den Vorteil, dass das Prinzip iPod offen für weitere Entwicklungen ist.
Zum Prinzip des Designs bei Apple sagte Steve Jobs: „Most people make the mistake of thinking design is what it looks like. That's not what we think design is. It's not just what it looks like and feels like. Design is how it works.“
Als notwendige Hardware verbaute Jon Rubinstein die integrierten Chips von PortalPlayer. Das Betriebsystem wurde von Pixo hinzugekauft. Am 23. Oktober 2001 wurde der erste iPod der Öffentlichkeit vorgestellt.

Freitag, September 29, 2006

UMPC to carry in your hand

Nachdem der UMPC (Origami) kein iPod-Killer wurde, entwickelte Microsoft mit Zune, der am 14. November erscheinen soll, eine schlechte iPod-Kopie. Interessantes Feature ist die Wifi-Fähigkeit, die jedoch alle Titel mit einem Zwangs-DRM belegt, ob gekauft oder selbst erstellt. Nennenswerte Marktanteile sind wohl eher langfristig angestrebt.

Ein interessanterer UMPC könnte dagegen mit Hilfe von Intel kommen, die mittelfristig ein Gerät konzipieren möchten, das man wirklich in der Hand halten kann. Paul Otellini sagte auf dem Intel Developer Forum im September 2006:

"The next inflection point though for mobility is really what I call Broadband2Go. What do I mean by that? I mean by that we have a personal, portable, broadband Internet available to us as individuals wherever we're going."

"To make this happen, to make it a reality we need two things. We need pervasive wireless broadband and we need a new class of ultra mobile computers that we could literally carry around in our hand."

Quelle

Dienstag, September 19, 2006

Palm T|X Test

Der Palm TX ist ein PDA mit Wireless LAN und einem großen Farbdisplay. Auf diese Weise kann man sehr einfach mobil im Internet surfen, Audio- und Videodateien herunterladen und abspielen. Außerdem bietet Palm den Hotsync per WLAN, was das Abgleichen der Daten sehr beschleunigt. blinkenblog hat the TX getestet.

Jedoch spielt der TX nur Mpeg-Dateien und kann kein Flash wiedergeben. Auch die Dateifreigabe im Netzwerk wäre ein schönes Feature gewesen. Hauptkritik ist aber, dass ohne eingebautes Mikrofon weder Voicememos noch VoIP möglich ist.

Freitag, März 03, 2006

Ist "Origami" der iPod-Killer?

Auf der Cebit wird Microsoft zusammen mit Intel und Samsung ein Gerät vorstellen, das unter dem Titel „Origami“ läuft. Laut Werbevideo ist es größer als ein PDA und beinhaltet ein vollständiges Windows XP Tablet PC Edition. Mit einem Stift lassen sich Zeichnungen herstellen und mit Cursortasten Menüs steuern. Über eine kabellose Verbindung ist es möglich, von Handy, Kamera oder PC Fotos, Musik oder Filme abzurufen.

Es handelt sich also scheinbar um einen vollständigen portablen Computer, der sich nur in den Dimensionen von einem Tablet-PC unterscheidet. Es liegt nicht im Interesse der beteiligten Hard- und Softwarehersteller, ein mobiles Endgerät als Thin Client zu entwerfen, der nur minimale Rechenleistung und eine begrenzte Funktionalität besitzt.

In der Größe erinnert das Gerät an den von Steve Jobs eingestellten Apple Newton. Wie dieser beinhaltet es eine Handschriftenerkennung, die in diesem Fall Teil von Windows XP Tablet PC Edition ist und ermöglicht, ohne Tastatur Eingaben vorzunehmen. Es könnte sich so um den Versuch handeln, die Lücke zwischen PDA und Tablet-PC zu füllen und eine Art Newton mit modernen Mitteln zu schaffen.

Wird Apple darauf reagieren müssen? Mit dem iPod besitzt Apple bereits ein mobiles Endgerät, das jedoch bisher nur für die Wiedergabe von Musik, Fotos und Video genutzt wird und zudem keine kabellose Synchronisation erlaubt. Auch die Dateneingabe ist mit dem Click Wheel alleine nur schwer möglich. Daher wird der iPod selbst wohl kaum das Gerät sein, das mit Origami in Konkurrenz tritt. Der iPod wird vermutlich erst einen quergelegten Bildschirm und einen Touchscreen mit Soft-Click Wheel, sowie Bluetooth bekommen müssen.

Wahrscheinlicher ist daher eine neue Produktlinie, die viel mehr Funktionalitäten anbietet, als sie der iPod benötigt. Für ein solches Gerät spricht, dass verschiedene Patente für ein „wireless display“ angemeldet wurden. Jedoch wird der im Internet kursierende Begriff „iPad“ wohl kaum dessen Titel sein, denn unter diesem Namen existiert bereits ein Handheld von Fujitsu.

Ein derartiges Gerät würde insofern zu Apple passen, da die notwendigen Einzelteile bereits vorhanden sind. Mit „Inkwell“ besitzt OSX bereits eine Handschriftenerkennung, die vom Newton übriggeblieben und für die Benutzung von Wacom-Tabletts vorgesehen ist. Mit „Airport“ steht eine schnelle Datenverbindung zur Verfügung. Und schließlich besteht mit dem in Tiger integrierten „Xgrid“ sogar ein System zum verteiltem Rechnen, das einem mobilen Endgerät erlauben würde, einen schwächeren Prozessor zu verwenden und damit Batterielaufzeit zu sparen.

Ob sich Apple jedoch überhaupt dafür entscheidet, in den eher schmalen Markt zwischen PDA und Tablet-PC einzusteigen, ist fraglich, hatte Steve Jobs doch einen PDA als „niche device“ abgewiesen. Derlei Verlautbarungen ist aber nicht unbedingt zu trauen, denn einst hatte der Apple-Chef auch die Produktion eines MP3-Players kategorisch ausgeschlossen.

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