Mittwoch, Mai 21, 2008

Next-gen 100$ Laptop

Touchscreens sind nicht neu. Aber seit der Vorstellung des iPhones scheint der kapazitive Multitouchscreen das neue Paradigma des User Interfaces zu sein. Tatsächlich führt Apple das Prinzip auch in ersten kleinen Schritten bei Laptops ein. So lassen sich beim Macbook Air auf einem größeren Touchpad auch semantische Gesten eingeben.

Doch der Formfaktor eines klassischen Clamshell-Laptops lässt eine Eingabe über den Bildschirm selbst kaum machbar erscheinen. Die erhobene Hand auf den wackeligen Bildschirm zu erheben kann keine Dauernutzung sein. Auch der flach auf dem Tisch liegende Tablet PC, über den man sich drüberbeugt, erscheint nicht als die richtige Lösung.

Eine Lösung kommt diesmal nicht von Apple, sondern aus dem Hause Negroponte. Der OLPC der nächsten Generation soll laut Designstudie die Tastatur durch einen Touchscreen ersetzen. Dieser kann dann ein Softkeyboard darstellen, um Texteingaben zu ermöglichen. Der Clou der Idee ist jedoch, dass dadurch das Gerät – um 90° gedreht – als elektronisches Buch genutzt werden kann. Es ist so multifunktional einsetzbar.

Natürlich sind Touchscreens groß im Kommen und auch Microsoft sagt mit seinem Surface „me too“. Tatsächlich scheinen die Tage der Maus, die seit 40 Jahren im Einsatz ist (Douglas Engelbert erfand sie), gezählt. Doch auch wenn Steve Jobs proklamierte „nobody wants a stylus“: Nicht für alle Einsatzgebiete ist der Finger das beste Eingabemedium. Bei präzisen Eingaben, wie zum Beispiel graphischen Anwendungen, wird man um einen Stift oder ein anderes Zeigegerät nicht herum kommen. Und auch zur Texteingabe ist die physische Tastatur noch lange nicht überflüssig geworden.

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